Eine Cup-Saison, dessen Ende man niemals sehen wird…

Vor der Winterpause ging es nochmal im Schweizer Cup ran. 1. Qualirunde zur Cup-Saison 14/15, in der wir das Jahr 2015 ganz bestimmt nie sehen werden, dass Los eines Amateurvereins halt. Drei Runden gilt es zu überstehen, dann winkt das 1/32-Finale und vielleicht ein Profi-Verein auf dem Hafenareal. Spätestens eine Runde danach ist fast schon naturgemäss Endstation für die Amateure, so konnten sich die Grenzstädter bereits zehnmal fürs 1/16-Finale qualifizieren, aber erst einmal fürs Achtelfinale – und das war 1936. Der Gegner am gestrigen Tag hiess SC Binningen aus dem Kanton Basel-Land, 120 Zuschauer wollten das sehen. Saison-Minusrekord.

Mit dabei auch Torsten, zu dem schon lange Kontakte bestehen  (Herausgeber vom Groundhopping-Zine „Blick über den Lahmannhügel“) und für den das Spiel der Abschluss einer kleinen Hopping-Tour war (St. Gallen-Valencia, Lustenau-Altach, FCK-Binningen). Dessen Verein Arminia Hannover, ehemals 2. Bundesliga, spielt derzeit in der 6. Landesklasse und hatte schon lange meine Sympathien. So wurden gleich Wimpel und Schals der Vereine getauscht und ein Gegenbesuch in Hannover, zum Stollengewitter in Bischofshol, steht auf der to-do-Liste.  Die „blauen Jungs aus Bischofshol mit den grün-weiss-grünen Vereinsfarben“ haben ihre eigene Geschichte, da interessiert Hannover 96 kaum. Und von Stimmung und Krawall beim Derby gegen Eintracht Braunschweig müssen sie Torsten nix erzählen, letzte Woche war er bei Roter Stern gegen Partizan Belgrad. Einem der verrücktesten Derbys der Welt. Aber das Herz hängt dann doch am eigenen kleinen Verein, das verbindet.

In der zweiten Halbzeit sollten dann im Hafenareal die Tore fallen, zuerst für Binningen (welches ohne Kondé antrat), dann gleich drei für uns. Anschliessend wurde auf Doppeltorschütze Piero Saccone und die neue Porteños-Sektion Hannover angestossen. In einer lustigen Runde bei Pasquale im Hörnli Irish Pub. Sensationell beispielsweise die Geschichte mit der Zugfahrt von Kreuzlingen nach Basel. Aufgrund eines Rabattangebots wurde eine Route über Offenburg (!) ausgesucht. In Kreuzlingen also in den Zug eingestiegen, der blieb aber zu lange stehen und so wurde bereits in Konstanz (!) der Anschlusszug verpasst, in Singen wurde dann das Gepäck verloren und so weiter und so fort…

In der Meisterschaft ist erstmal Winterpause bis zum 8. März. Aber den Porteños wird’s nicht langweilig, die Norman-Smith-Bande wird gepinselt, die Merchandise-Maschine angeworfen und dann hat man auch die Zeit ein paar Thurgauer Randsportvereine zu besuchen, HC Thurgau oder Volley Amriswil zum Beispiel. Schade gibts die Konstanzer EG nicht mehr, kennt die noch jemand?

Auch in diesem Blog wird in der Winterpause immer mal wieder was veröffentlicht. Für die Rubrik „Kreuzlinger Kiste“ hab ich noch einige Fundstücke und so ganz ohne Fussball wird es natürlich auch nicht gehen.

Geschichte am Rande: Unter den Zuschauern feierte „Möggi“ Rothacher ihren 90. Geburtstag. Bei jedem Heimspiel und selbst bei den meisten Auswärtsspielen (!) ist sie immer noch dabei und verfolgt dabei gespannt das Auf und Ab der Grün-Weissen. Herzliche Gratulation auch von den Porteños!

Binningen

Foto: Mario Gaccioli

 

Dieser Beitrag wurde unter Uncategorized veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s