Cheerleaders und Last-Minute-Tore in Freienbach…

In der 15. Runde waren wir in Freienbach (Kanton Schwyz) zu Gast. Aufgrund des regnerischen Wetters gingen wir auf die Tribüne und richteten uns mit der Porteños-Fahne im ziemlich zugigen Bereich der VIP-Plätze des Gastgebers ein. Wie sich später herausstellte, direkt hinter dem Präsidenten des FC Freienbach. Aufgrund des spärlichen Zuschauerzuspruchs auf beiden Seiten (110 Zuschauer, darunter ganze sechs (!) erkennbare Kreuzlinger), war das aber auch kein Problem. Mit dabei war wieder Marko. Der estnische Fussballfan besucht jedes Wochenende die interessantesten Spiele im In- und Ausland und ist dabei auch schon seit vielen Jahren FCK-Fan. Er ist dabei Groundhopper, ohne das er das Wort jemals benutzen würde, er macht das einfach aus Leidenschaft, schön!

Zu Beginn gab’s was fürs Auge, die Gastgeber schickten Cheerleader aufs Feld. Die Amerikanisierung im Fussball gefällt normalerweise überhaupt nicht. Aber bei so einem kleinen Verein wirkt das dann wieder so exotisch und kurios, dass es für einmal einen Bonuspunkt gab. Besonders wenn da ein Mann äusserst engagiert mitwirkt, man beachte das Foto!

In der ersten Halbzeit kam Freienbach bei ausgeglichenem Spiel zu den besseren Torchancen und dem verdienten 1:0. Die letzten 20 Minuten waren dann was vom spannendsten in der bisherigen Saison. In der 76. Minute flog Kojic durch ein Notbremsefoul vom Platz, zu zehnt gelang der Ausgleich in der 80. Minute durch Antonio Mihaylov und in der 91. Minute sogar der Führungstreffer durch einen sehenswerten Weitschuss von Jens Strohm. Unglaublich! Man spürte bis auf die Tribüne, dass die Mannschaft unbedingt den Sieg in diesem Spiel wollte. Der Schock dann in der 94. Minute, als die Innerschweizer doch noch zum Ausgleich kamen. Emotionen pur, welche die Kälte vergessen liessen.

Im Clubhaus sassen dann die Handvoll Kreuzlinger zusammen und fragen sich wieso es nicht mehr Veteranen, Fans, Vorstands- und Clubmitglieder an die Auswärtsspiele schaffen. Da müssen sich diese einfach fehlende Leidenschaft vorwerfen lassen. Die Spieler und das Trainerteam hätten jedenfalls mehr Zuspruch verdient.

Es gab was zu sehen in Freienbach, leidenschaftlich war dabei auch der einzige Mann im Team:

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2 Antworten zu Cheerleaders und Last-Minute-Tore in Freienbach…

  1. Knapp daneben schreibt:

    Wunderbare Lektüre und grossartiger, elastischer Schnappschuss, vielen Dank. Nur mit der Verortung von Freienbach in der Innerschweiz bin ich überhaupt nicht einverstanden. Die Innerschweizer haben schon genug Probleme mit sich selber, man muss ihnen nicht auch noch die Steueroasen der Usserschwyz aufbürden. Autokennzeichen hin oder her.

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