Die Angst am Fusse des Gonzen

Vor schöner Bergkulisse trat unsere Grenzstadtelf beim Tabellenletzten an. Dieser gab am vergangenen Wochenende mit seinem 3:2-Sieg in Schaffhausen ein erstes Lebenszeichen von sich. Der FC Mels ist dabei ein typischer Dorfverein, der mit seinen Mitteln in der 2. Liga Interregional wohl mehr oder weniger auf dem Zenit spielt. Die Melser machen dabei das beste aus ihren Möglichkeiten und so passt auch das kleine holprige Fussballfeld ganz gut dazu. Einfache Arbeit im Sarganserländer Seeztal, das wird auch von den Zuschauern honoriert, 220 an der Zahl, trotz der schlechten Klassierung.

Es gibt diese Tage als Fussballfan, da fährt man an ein Spiel und hat von vornherein ein schlechtes Gefühl. Kommt dazu, dass ich dem zu schönen Wetter beim Fussball nicht traue. Eine tiefsitzende Abneigung, wahrscheinlich herrührend vom verpassten Aufstieg in die Nationalliga B, im heissen Sommer 2004.

Nicht besser wurde die Vorahnung, als man die lange Reihe fehlender Spieler in der Aufstellung sah: Beran, Saccone, Veliu, Gimenez. Damit fehlte auch ein Herzstück vom FCK. Doch hatte man sich getäuscht? Die ersten Minuten zeigten trotz der Absenzen die technische Überlegenheit der Gäste. Danach kippte es. Die Kreuzlinger spielten ängstlich und gerieten mit 2:0 in Rückstand. Pause, in der Kabine dürfte es laut geworden sein.

Ausserhalb der Kabine war es angenehmer. Zum ersten Mal wurde ich als Fussball-Bratwurst-Tester erkannt, aber im tiefen Osten der Schweiz hat man davor zurecht keine Angst.

Die letzte Viertelstunde drückten die Grün-Weissen aufs Tempo, daraus resultierte der Anschlusstreffer durch unseren griechischen Stürmer Simtsakis und zahlreiche hochkarätige Chancen. Aber auch gefährliche Konterchancen der Melser, inklusive einem verschossenen Elfmeter. Am Ende jubelte Mels, nicht ganz unverdient.

Bei strahlendem Sonnenschein ging es zurück über die Rheintalautobahn Richtung Bodensee. Als Fussballfan neigt man zum Aberglauben, waren es die Berge, das Wetter? oder einfach nur die fleissigen Melser Fussballarbeiter, welche uns die Punkte genommen hatten?

Mels1

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2 Antworten zu Die Angst am Fusse des Gonzen

  1. Pete schreibt:

    Hello Man:-) Besten Dank für den ironischen und doch sachlichen Matchbericht:-) Übrigens, die Biermarke in Altstätten heisst „Sonnenbräu“ Gruss aus Altstätten

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