Die Cup-Vorrunden gehören reformiert (von Plagegeistern und Enthusiasten)

Im Schweizer Cup scheidet der FCK mittlerweile Traditionell früh aus. So auch am gestrigen Samstag, als die Grenzstädter bereits in der 1. Vorrunde ausschieden. Trotz in der 2. Halbzeit gezeigtem Kampfgeist, hiess die Endstation der Cup-Träume FC Gossau ZH (Spielberichte). Auch ansonsten lief vieles nicht rund am Samstag, zahlreiche Verletzte schmälerten den FCK-Kader, die Matchuhr streikte und eine Kulisse von 130 Zuschauern (Saison-Minusrekord) bildete den spärlichen Rahmen. Da fielen dann manche Charaktere besonders auf. Diese sitzen beispielsweise 90 Minuten im Clubhaus und schimpfen unentwegt über das schlechte Spiel. Noch ungemütlicher wird es allerdings wenn es solche Leute bis zur Bande schaffen.

Die drei Cup-Vorrunden gegen in der gleichen Liga spielende Vereine sind unattraktiv. In der 2. Vorrunde hätte der FCK gegen Eschenbach oder Ruswil gespielt, in der 3. Vorrunde gegen Schöftland, Muttenz, Widnau oder Linth. Dieses System verhindert publikumswirksame Cup-Vorrunden. Publikumswirksam wären Spiele zwischen den Kleinen und Grossen und lokale Begegnungen, gerade in den Vorrunden. Derbys gegen Tägerwilen, AS Calcio oder Münsterlingen wären jedenfalls einiges interessanter als Begegnungen mit Eschenbach und Ruswil oder die ewig gleichen Duelle mit Widnau und Linth. In Deutschland ist der Cup so organisiert und die Spiele um den Südbadischen Pokal sind Publikumsmagneten und gleichzeitig die Qualifikation zum DFB-Pokal.

Der Abend fand dann aber doch noch einen versöhnlichen Ausklang mit der bestens organisierten Jahresabschlussparty in der Bodensee-Arena. Aufgrund familiärer Pflichten konnten wir nur kurz vorbeischauen, aber allein schon die gute Laune unseres Nachwuchs-Ausbildungschefs Nikola Rebrina war den kurzen Besuch Wert. Dieser schwärmte mit glänzenden Augen von neuen Kindern in den Nachwuchsteams des FCK. Manchmal spürt und sieht man sie, die wahren Fussball-Enthusiasten.

In der Winterpause empfehle ich drei Seagulls-Roar! Veranstaltungen:

Dienstag, 25. November 2014, 20.00 Uhr
Lesung Andreas Gläser (Berlin)
Didi-Offensiv-Bar, Basel
 
Mittwoch, 26. November 2014, 20.00 Uhr
Lesung Andreas Gläser und Pascal Claude
Libero-Bar, Winterthur
 
Donnerstag, 27. November 2014, 20.00 Uhr
Lesung Andreas Gläser (Berlin)
Fan-Lokal, St. Gallen
 
Gläser Lesetour 2014

 

Dieser Beitrag wurde unter Uncategorized veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

2 Antworten zu Die Cup-Vorrunden gehören reformiert (von Plagegeistern und Enthusiasten)

  1. Bruno Neidhart schreibt:

    Sonne war bereits untergegangen!
    Auf dem Weg zu meinem Fahrzeug, das jenseits des Seeburgparks postiert war, kaufte ich im Dunkeln eine Tüte Marroni (200 gr.). Ziemlich als Trost! Das Stadion verliess ich vor dem Endresultat. Grund 1: Etwas unterkühlt. Grund 2: Bleibt geheim! In der Dunkelheit des Parks überlegte ich mir dann, ob es irgendwo ein Fussballbuch geben könnte, das z.B. Methoden enthält, wie man im Mittelfeld Fehlpässe und Ballverluste weg trainieren könnte. Ungereimtheiten in diesem Feldraum lösen bekanntlich Angriffe des Gegners aus, respektive der Angriff auf des Gegners Kasten fällt öfters flach. Das erscheint mir eine ganz elementare, wenn auch lapidare Feststellung, die mir da auf der Höhe von zwei einsamen Eseln im Tierparks eingefallen war. Nun lese ich, dass „zahlreiche Verletzte“ zu vermelden waren. Bei einem bereits nicht sehr grossen Kader, wie das Matchprogramm ausweist, das stets Aktuelles und Historisches interessant vereint! Wie dem auch sei.
    Vielleicht ist alles gar nicht so schlimm. Nun kann sich Grün-Weiss voll auf die Meisterschaft einstellen. Zum „Publikumsmagnet“ wir die gewählte Cupformel tatsächlich nie – oder selten. Und wenn „Ja“: Für die Zuschauermassen der Mitte 1930er Jahre wäre das „Städtische Stadion Klein Venedig“ sowieso zu klein (Für die gestrige Szene war es dagegen schon zu gross!).
    Nachsatz: Mein Bruder ist Elektr. Ing. Ich könnte ihn mal matschuhrmässig konsultieren. Seine erste Frage wäre bestimmt: „Häts überhaupt Pfus drin gha“? Meine Gegenfrage würde vielleicht lauten: „Meinst du in der Tafel oder in der FCK-Mannschaft“? Mein Bruder war Torhüter bei den Alten Herren. Er weiss wie es manchmal zugehen kann – beim Fussball. Beim Strom sowieso. Daher trotz allem: Hop FCK!

  2. Die Tüte Marroni hatte ich einen Tag danach, in Wil, aber gönnte mir nur 150 Gramm. Fussball ist so einfach und doch so kompliziert, vielleicht liegt auch darin der Reiz des Spiels. Ich bin jedenfalls mit meinem Fussball-Latein am Ende und überlasse die Beurteilung zumindest in geschriebener Form den Anderen. Die Winterpause kommt jedenfalls gelegen.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s