Von schrägen und noch kurioseren Fussballplätzen

Welch ein Erwachen in der 2. Liga Interregional aus dem Winterschlaf. Leader Freienbach, bisher durch ein souveränes Spiel aufgefallen, versprach auf die Rückrunde eine noch kompaktere Abwehr – und bekam in zwei Spielen acht Tore eingeschenkt. Halb so viele wie in der ganzen Vorrunde. Fast aus dem Nichts kam dafür der FC Kosova Zürich mit zwei 4:1-Siegen ins Rennen, eindrücklicher kann man seine Aufstiegsambitionen nicht untermauern. Eingefahren wurden die sechs Punkte nicht gegen irgendwelche Abstiegskandidaten, die Siege kamen gegen den Erst- und Zweitplatzierten zustande: Freienbach und Frauenfeld. Die Resultate führten zu einer überraschenden Konstellation für den FCK, nach dem hauchdünn gelungenen Sieg gegen den FC Arbon war die Bahn frei für den Leaderplatz, dank Kosova. Ein Sieg in Gossau vorausgesetzt. Ausgerechnet beim stolzen Landclub der Liga, nirgends sah der FCK in der Vergangenheit schlechter aus.

Erneut sahen die nur spärlich mitgereisten Kreuzlinger Fans eine unterhaltsame Partie. Gleich zu Beginn eine Glanztat von Avci, Pfosten- und Lattenknaller von Strohm und Bonfardin, zentimetergenaue Pässe von Beran, inklusive seinem achten Saisontor, aber auch zu viele vergebene Chancen. Wie so oft denkt man beim Gegner: die betreiben viel weniger Aufwand für ihre Tore. Spielberichte zum 1:1.

Gespielt wurde übrigens auf dem Nebenplatz. Der Hauptplatz am Clubhaus weist ein zu grosses Gefälle Richtung Tor auf (!), von Auge sofort erkennbar. Ein dankbares Thema für die Fussballverrückten am Spielfeldrand, welcher Fussballplatz verfügt über das grösste Gefälle? Ein etwa 80-jähriger Gossauer Fussballfan wirft ein: beim FC Unterstrass! Unser Estländer erhöht den Einsatz, in seiner Heimat würde auf einem Fussballplatz eine Eiche stehen, mitten auf dem Platz! Der Seagulls Roar! hat recherchiert, hier der Beweis aus Orissaare.

Eine etwas zugige Fussball-Idylle im Zürcher Oberland, Sportplatz im Riet, Gossau ZH:

gossau 3

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Eine Antwort zu Von schrägen und noch kurioseren Fussballplätzen

  1. Bruno Neidhart schreibt:

    Nachtrag zu schräg und kurios.
    Noch 1958 musste ich mich außerhalb der Kernstadt Genf unter einem Apfelbaum zur ordentlichen Ausführung eines „Corners“ durchkämpfen. Vorteil: Man hatte eine Ausrede beim Misslingen eines geplanten, cornergerechten Vorhabens.

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