Mit einem 5:0 an die Tabellenspitze

Gleich mit 5:0 fegte unsere Grenzstadt-Elf den alten 1.-Liga-Rivalen aus Chur vom Hafenareal. Spiele gegen Chur sind ja Partien die eigentlich in die 1. Liga gehören, was auch ein Zuhörer nach dem Spiel beim Trainertalk zur Sprache brachte. Doch das Einzugsgebiet der Bündner ist klein, kommt noch die starke Konkurrenz aus dem Fürstentum mit seinen finanziellen Verlockungen dazu. Auch Mels und zahlreiche 2.-Liga-Vereine liegen den Kantonshauptstädtern im Nacken, so Trainer Thomas Waser von Chur 97 resümierend im FCK-Club-Beizli. In den letzten Jahren wurden die Bündner zu einem Lieblingsgegner der Grün-Weissen: 2:1, 6:0, 4:1 und 5:0, so lauten die letzten Resultate dieser Begegnung.

Nur 100 Zuschauer sahen die Partie im Dauerregen (Saison-Minusrekord), wie meinte der Speaker über die Lautsprecheranlage so schön, die Daheimgebliebenen würden es bereuen. Spielberichte zum 5:0-Sieg und der temporären Übernahme der Tabellenspitze folgen an dieser Stelle. Am kommenden Sonntag steht der Spitzenkampf beim FC Kosova an, die FCK-Fans sind in freudiger Erwartung.

An diesem Wochenende möchte ich Nicky Kassner (Interview Grenzstadtkurier Nr. 8) zu seiner gelungenen 1000+X-Aktion bei Borussia Neunkirchen gratulieren. Unter dem Motto „Alte Liebe lebt“ kamen 1’005 zahlende Besucher gegen Saar 05 ins altehrwürdige Ellenfeld. Ein dickes Ausrufzeichen im Kampf ums finanzielle Überleben dieses grossen Traditionsvereins.

Norman Smith Stand Bierhalter

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4 Antworten zu Mit einem 5:0 an die Tabellenspitze

  1. Bruno Neidhart schreibt:

    100 gegenüber 21’717: Habe das schöne, regennasse 5:0 nicht gesehen, war unterwegs in Berlin-Köpenick bei den „Eisernen“ im ausverkauften Stadion „An der Alten Försterei“ (vollüberdacht, davon 3/4 Stehplätze!), zog mir mal den absoluten „Kultknüller“ der 2. Bundesliga rein: Union gegen St. Pauli. Der Fußball war bescheiden, der Kult mächtig. Kurz vor Spielbeginn: Eine tiefe Stimme dröhnt das Lied von den „Schlosserjungs aus Oberschöneweide“ in den Nachthimmel und erzählt, wie sich die ersten Unioner durchsetzen mussten. Und dann leitet ein „….niemals vergessen: Eisern Union!“ direkt zur Unionshymne über, bei der schalhochhaltend (rot-weiss) nun wirklich alle mitsingen, was Nina Hagen auf der Tonspur vorsingt. Ein schönes Erlebnis. Kultur eben. Doch noch zum Fussball: 1:0 für Union durch einen Torwartschnitzer. Bratwurst aus Eberswalde. Ordentlich Bier. Tram vollgestopft in Rot-Weiss. Friedlich.

  2. Sehr schön, Union taugt als Vorbild. Habe gerade einen Bericht über 1860 München gelesen, diesen entwurzelten und (Schulden-)geplagten Verein, der sich nun Union und St. Pauli als Vorbild nehmen möchte um wieder Münchens grosse Liebe zu werden. Die Allianz-Arena erweist sich zunehmend als Sargnagel für die Blauen, emotional und finanziell.

    • Bruno Neidhart schreibt:

      Sehe es bei 1860 ähnlich, bin aber nicht genau informiert was da – und wie – läuft. Meine jedoch gelesen zu haben, dass das Stadion in Grünwald nicht ganz den DFB-Oberen zu passen scheint und umgebaut werden müsste. Das war auch bei den Eisernen der Fall. Geld war zuwenig vorhanden, also packten über 1000 Mitglieder eisern an und bauten mit. Ganz erstaunlich das „Weihnachtssingen“ im Stadion An der Alten Förster: Es begann vor Jahren mit 89 Sängern am Mittelkreis bei Glühwein und Gebäck (mein Kartenvermittler war auch dabei). 2014 sangen bereits…….27’500! Man muss sich das mal vorstellen. Und viele fanden keinen Eintritt, obwohl der Rasen freigegeben wurde. Was sagt uns dieses Ereignis am Rande von Fussball?

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