Der verlorene Spitzenkampf bei einem etwas anderen Verein

Spitzenspiel beim FC Kosova, nach Verlustpunkten Erster gegen Zweiter. Das versprach Spannung, auch wenn kaum ein FCK-Fan vor dem Spiel auf Sieg zu setzen wagte. Es gibt viele Migrantenvereine in der Schweiz, doch zumeist spielen diese in unteren Gefilden des Schweizer Ligen-Systems. Der FC Kosova Zürich ist derzeit in der Deutschweiz am erfolgreichsten, sieht man vom Patron-geführten YF Juventus in der 1. Liga Promotion ab. In der Westschweiz mischt derzeit der FC Azzuri 90 Lausanne die ambitionierte Amateur-Szene auf und ist auf Rekordfahrt: vier Aufstiege bis in die 1. Liga in vier Jahren (!) und nun ist man schon wieder Tabellenführer. Meist halten sich diese Vereine nicht lange, ob Azzuri oder Kosova in den höheren Sphären auch auf Dauer zurecht kommen, wird sich zeigen.

Zwar hat der FCK in der eigenen Stadt einen Verein mit Migrations-Basis direkt vor der Haustüre, doch trafen unsere Grenzstädter in der Meisterschaft meines Wissens noch nie auf einen solchen Verein, ich lasse mich in den Kommentaren aber gerne eines besseren belehren.  Einzig Galatasaray Zürich gastierte zu einem Testspiel vor etwa 25 Jahren im Hafenareal, eines meiner ersten FCK-Spiele, heute kicken diese in der 4. Liga.

Kosova Tribüne

Doch zurück auf den Sportplatz Buchlern in Zürich-Altstetten, mit einem letzten Blick in die Vergangenheit, hier duellierte sich der FCK zuletzt vor etwa zehn Jahren mit dem FC Altstetten in der 1. Liga. Damit aber genug, nun hat der FC Kosova die Aufmerksamkeit verdient. Bereits auf dem Parkplatz merkte man, hier bahnt sich kein gewöhnliches Spiel an, eher ein kleines Volksfest. 800 Zuschauer und ein Verein, der sich ausgesprochen sympathisch präsentierte, bildeten den Rahmen des Spitzenspiels. Der Kosova-Präsident begrüsst hier noch persönlich die etwa 15 mitgereisten FCK-Fans und der leckere kosovarische Hamburger wird mit grosser Freundlichkeit und den besten Wünschen überreicht, überall ausgesprochene Gastfreundlichkeit. Wenn dann noch Pascal (knappdaneben) und Philipp (Blickfang Ultra) unter den Kreuzlinger Fans anwesend sind, kann nichts mehr schief gehen, zumindest neben dem Spielfeld. Nach dem 1:0 durch Shala (ausgerechnet, mag mancher Insider gedacht haben), wurde es schwer, nach dem 2:0 und einem parierten Elfmeter (nicht schon wieder), ganz schwer gegen die sicher stehenden Zürcher. Am Ende mussten sich die Kreuzlinger mit 3:0 geschlagen geben (Spielberichte).

Neben Whiskykurve und Porteños war auch der FCK-Fanclub-Zürich anwesend, dieser aus einer Person bestehende Fanclub bereist seit 2004 mit konsequenter Auswahl die FCK-Spiele, es werden nur solche im Kanton Zürich besucht, aber diese mit schöner Regelmässigkeit.

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Konsequente Sicherheit: „Bitte einen Meter zurück!“. Sicherheitsabstände mit dem Massstab gemessen, wer sind die besseren Schweizer?

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Eine Antwort zu Der verlorene Spitzenkampf bei einem etwas anderen Verein

  1. Bruno Neidhart schreibt:

    War bereits im Spiel auf Klein Venedig von Kosova kämpferisch ziemlich beeindruckt, obwohl sie damals untergegangen sind, derweil der FCK eben eines der besten Spiele zeigte. Jetzt ist Kosova anscheinend spielsystemmässig einen guten Schritt weiter und gewinnt öfters. Zusätzlich beeindruckt bin ich auch von den atemberaubendsten Fussballtribünendachkonstruktionsstützen. Ob da die ETH mitwirkte oder sich hierin einfach der Geist des Möglichen abbildet? Ich wage nicht zu schreiben: Immerhin!

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