Eines dieser besonderen Spiele am Saisonende – Ein toller Spitzenkampf gegen Freienbach

Kreuzlingen gegen Freienbach, die beiden Erstplatzierten trafen drei Runden vor Schluss im Hafenareal aufeinander und das Spiel brachte die Spannung, die es im Vorfeld versprach. Es gibt diese Spiele, die aus der Masse herausragen und die im ambitionierten Amateurfussball meist zum Ende der Saison ausgespielt werden, wenn es um die Auf- oder Abstiege geht. Partien, die man nicht jedes Jahr erlebt. Gerade im Amateurfussball werden diese meist den Erwartungen gerecht, denn es geht um viel – aber eben nicht um so erdrückend viel, wie bei manch einem Millionenspektakel im Profizirkus. Ein taktieren über 90 Minuten erlebt der Fussballzuschauer in den ambitionierten Amateurligen kaum. Vielleicht auch im Wissen, dass eigene Fehler unvermeidlich sind, wird Vollgas-Fussball geboten. Natürlich nicht blindlings, längst bieten auch die gehobenen Amateurligen manches an taktischem Verständnis, doch es bleibt vielleicht etwas mehr Platz, um mit Einsatz und Leidenschaft eine Unzulänglichkeit wieder ausgebügelt zu bekommen. Wie der FCK eine 3:1-Führung in den letzten 25 Minuten aus der Hand gab und das Spiel zuvor den Geschmack der Zuschauer traf, kann wie immer an folgender Stelle in diversen Berichten nachgelesen werden: Spielberichte.

320 Zuschauer sahen die Partie, eine in den kommenden Jahren steigerungsfähige, aber gute Zahl. Längst sind solche Zuschauerzahlen auch bei Spitzenpartien im Amateurfussball keine Selbstverständlichkeit mehr. Bei einem entsprechenden Zuschauerandrang im letzten Heimspiel gegen Frauenfeld, könnte Kreuzlingen seinen Zuschauerschnitt auf über 280 anhieven und damit in die bestbesuchten Top 5 von 84 Vereinen der 2. Liga Interregional vorstossen. Die Vorzeige-Liga ist hier übrigens unsere Gruppe 6 mit 230 Besuchern im Schnitt. In der Gruppe 5, Region Basel-Mittelland-Zürich, liegt der Schnitt bei bescheidenen 116 Besuchern.

Bonmot am Spielfeldrand: Unter den Besuchern eine ganze Schar ehemaliger FCK’ler, so auch Willy Scheepers, wohnhaft in Zypern und nach eigener Aussage „nur schnell auf Coiffeurbesuch in der Schweiz“. Beim Halbzeit-Elfmeterschiessen liess sich Willy nicht lumpen, der ehemliage PSV-Eindhofen-Profi traf dreimal stilsicher und spendete seinen Preis dem Nachwuchs des FCK’s.

Spannender könnte die Ausgangslage zwei Runden vor Schluss nicht sein:

1. FC Kreuzlingen 44 Punkte (48 Strafpunkte), 2. FC Freienbach 44 (52), 3. FC Kosova Zürich 44 (51), 4. FC Frauenfeld 43 (71), 5. FC Widnau 41 (58)

Kuriosum: Am Ende könnten die Strafpunkte (Rote und Gelbe Karten) den Ausschlag geben, diese zählen in der 2. Liga Interregional vor dem Torverhältnis.

Das Restprogramm mit dringender Besuchsempfehlung vom Seagulls Roar!:

Samstag, 30.05.15, 18.00 Uhr: FC Uster – FC Kreuzlingen (Stadion Buchholz)

Samstag, 06.06.15, 18.00 Uhr: FC Kreuzlingen – FC Frauenfeld (FCK-Arena im Hafenareal)

Einlauf der Gladiatoren zum Spitzenspiel:

FC Kreuzlingen (Gruenweiss) gegen FC Freienbach auf der Sportanlage Hafenfeld Kreuzlingen am Samstag 23. Mai 2015 (FOTO GACCIOLI KREUZLINGEN)

FC Kreuzlingen (Gruenweiss) gegen FC Freienbach auf der Sportanlage Hafenfeld Kreuzlingen am Samstag 23. Mai 2015 (FOTO GACCIOLI KREUZLINGEN)

Unsere altehrwürdige FCK-Garde sieht mit gestrengen Blicken auf das Spiel ihrer jungen Nachfolger:

FC Kreuzlingen (Gruenweiss) gegen FC Freienbach auf der Sportanlage Hafenfeld Kreuzlingen am Samstag 23. Mai 2015 (FOTO GACCIOLI KREUZLINGEN)

FC Kreuzlingen (Gruenweiss) gegen FC Freienbach auf der Sportanlage Hafenfeld Kreuzlingen am Samstag 23. Mai 2015 (FOTO GACCIOLI KREUZLINGEN)

Die Porteños, einer von zwei FCK-Fanclubs, sorgen hin und wieder für Aufmunterung an der Südostseite des Hafenareals:

FC Kreuzlingen (Gruenweiss) gegen FC Freienbach auf der Sportanlage Hafenfeld Kreuzlingen am Samstag 23. Mai 2015 (FOTO GACCIOLI KREUZLINGEN)

FC Kreuzlingen (Gruenweiss) gegen FC Freienbach auf der Sportanlage Hafenfeld Kreuzlingen am Samstag 23. Mai 2015 (FOTO GACCIOLI KREUZLINGEN)

Entschieden sich für Fussball vor der Haustüre und bereuten es nicht: 320 Zuschauer als schöne Zuschauerkulisse im Spitzenspiel der 2. Liga Interregional

FC Kreuzlingen (Gruenweiss) gegen FC Freienbach auf der Sportanlage Hafenfeld Kreuzlingen am Samstag 23. Mai 2015 (FOTO GACCIOLI KREUZLINGEN)

FC Kreuzlingen (Gruenweiss) gegen FC Freienbach auf der Sportanlage Hafenfeld Kreuzlingen am Samstag 23. Mai 2015 (FOTO GACCIOLI KREUZLINGEN)

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3 Antworten zu Eines dieser besonderen Spiele am Saisonende – Ein toller Spitzenkampf gegen Freienbach

  1. Bruno Neidhart schreibt:

    „Ausschlag geben“ kann auch ein „eingefangener Elfer“ kurz vor Schluss. Darf allerdings mal vorkommen. Dass die Strafpunkte zusammengezählt werden, um den Ligameister zu küren, ist nett, aber auch nicht mehr. Nun geht es um die „Wurscht“. Schön wäre ein Endspiel gegen die Hauptstädter – wenn es so was überhaupt noch brauchen sollte! Positives Denken. Die Tabelle zeigt allerdings, dass sich in dieser Gruppe kein Team aufdrängt, um aufzusteigen. In einer anderen Gruppe schon, las ich doch unlängst etwas über einen „Retortenclub“ aus Zürich (United), der grandios Punkte sammelt – praktisch ohne Zuschauer! Dahinter liegt anscheinend eine ganze Philosophie – und wohl auch Geld. Man will es Zürich zeigen, was Fussball ist. Oder so ähnlich. Wie dem auch sei. Solange der SC Konstanz-Wollmatingen gegen die SG Dettingen-Dingelsdorf 1:1 spielt, ist die Vorstellung erlaubt, dass auch der FCK in unserer Region zeigen könnte, „was Sache ist“. Nur mal so nebenbei gedacht – ohne den nördlichen Fussballnachbarn mit seinen derzeitigen bescheidenen Möglichkeiten kritisieren zu wollen, aber doch mit einem Wink zu den 1930er Jahren! Für mich erfreulicher: „Mein FSV Frankfurt“, Platz am Bornheimer Hang, hat den Klassenerhalten im letzten Spiel geschafft (auswärts gegen Düsseldorf, 2:3). Mit Schaudern las ich, was es finanziell für den bescheidenen Verein – 6’500 Zuschauer im Schnitt – bedeuten würde, von der 2. in die 3. Bundesliga abzusteigen. Es geht besonders um die Fernsehgelder! Die machen einen Club erst „betriebsfähig“, inklusive Büroarbeitsplätze. „No öppis“, hätte unser Onkel gesagt: Darmstadt 98 steigt in die 1. BL auf! Und meine Enkelin war beim 1:0 gegen St. Pauli dabei! Sie wohnt und spielt Fussball in dieser südhessischen Stadt der Wissenschaft. Das alte Stadion „Am Böllenfalltor“ ist aber bitte, bitte rund zu erneuern. Noch schöne Pfingsttage – mit oder ohne Fussballgeist!

    • Das gab am Ende den Ausschlag und war im Moment sehr ärgerlich. Aber nach meiner Erfahrung verzichtet man da ganz bewusst in den Spielberichten den Namen zu nennen, gerade wenn es sich um einen jungen Spieler handelt. Finde ich richtig. Ging lange mit United bis sie den Schritt in die vierte Liga bewerkstelligen konnten. Bin im Moment aber zuwenig informiert wer da jetzt am Hebel sitzt, es sind jedenfalls nicht mehr die Leute welche grossspurig von der neuen Zürcher Kraft und dem Meistertitel redeten. Urania ist derzeit auch ganz vorne, wird dort aber noch spannend. Konstanz(-Wollmatingen) kommt fussballerisch seit einem Jahrzehnt nicht über Dettingen-Dingelsdorf hinaus. Vielen Dank für die immer wieder lesenswerten Kommentare an dieser Stelle und ebenfalls schöne Pfingsttage vom Seagulls Roar!

  2. Bruno Neidhart schreibt:

    Nachtrag: Der SC Konstanz-Wollmatingen hat immerhin noch die Chance, als Zweiter der Landesliga, Staffel III, durch Relegationsspiele die Verbandsliga zu erreichen, in die der Gruppensieger „FAL, Spvgg Frickingen-Altheim-Lippertsreute“ (ganz hübsche Landschaft im Linzgau unterhalb Heiligenberg – besonders „im Bluescht“!) direkt aufsteigt. Und schliesslich noch ein Erfolgsrezept für den FCK: Der neue Trainer für das entscheidende letzte Spiel des FSV Frankfurt liess die Mannschaft während des Lauftraining durch eine Autowaschanlage laufen, um „Sorgen und Tränen“ über verpatzte Spiele abzuwischen. Es nützte! Wo in Kreuzlingen in der Nähe der FCK-Arena eine solche Anlage stehen würde, entzieht sich meiner Kenntnis. Es wären vorerst aber auch noch keine „Sorgen und Tränen“ abzuwischen. Hoffen wir: auch nicht in zwei Wochen!

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