Ein Hoch auf die C-Junioren!

Was für ein Saisonfinale! Unsere C-Junioren empfingen am letzten Spieltag den SC Berg, ausgerechnet den direkten Konkurrenten um den Aufstieg in die 1. Stärkeklasse. Gut 80 Zuschauer, manche ausgestattet mit Vuvuzelas, umsäumten den Hauptplatz im Hafenareal. Berg verteidigte mit einem Bollwerk aus einer doppelten Viererabwehrkette im hinteren Drittel des Spielfeldes und beschränkte sich aufs Kontern. Bis in die Nachspielzeit stand es 1:1, da Wängi gegen Weinfelden mit 7:1 gewann, musste dringend ein Sieg her. Die Nachwuchs-FCK’ler konnten einem Leid tun, man rannte und rannte gegen dieses gut organisierte Bollwerk an und es tat sich keine Lücke auf. Selbst der Torwart unserer Nachwuchkicker stürmte nun mit. Es folgte der letzte Spielzug der Saison für die C-Junioren, keiner glaubte mehr an einen Sieg, bis auf die Jungs im FCK-Dress. Ein letzter Pass, ein satter Torschuss und das unglaubliche geschah, in der letzten Sekunde trafen unsere Jungs zum 2:1! Was für ein Jubel unter den Spielern, Eltern und Zuschauern, selbst mich riss es vom Hocker auf der Terrasse der Bodensee-Arena, was für ein Torjubel bei den C-Junioren!  Meine 10-monatige Tochter macht bereits was mit, Papa nun ausser sich aufs Feld gestürmt um diesen Augenblick mit verwackeltem Handybild fotografisch festzuhalten:

94min

Überhaupt was war an diesem Mittagsspiel alles los. Ein Vater vergass mal wieder, dass bei den Junioren anständiges Verhalten und Sportsgeist die Grundlagen sein sollten und pöbelte als selten schlechtes Vorbild gegen Schiedsrichterentscheide und andere Lapalien des Lebens. Da durften dann auch nicht die für diese Spezies typischen Sprüche fehlen, was für ein Pfundskerl man doch früher selbst als Juniorentrainer im grossen Kanton war. Aber es kam noch besser, ein Zuschauer rannte mit Sturmhaube und Selfie-Kamera als Flitzer quer übers Spielfeld, die kleinen Kicker kommentierten das nur trocken mit „ein Hooligan halt“.  Aber der heutige Tag gehörte den Jungs auf dem Spielfeld! Dank Euch darf der FCK dieses Jahr doch noch einen Aufstieg feiern. Sehr schade, dass es bei den D1-Junioren nicht ganz gereicht hat. Nach einer 2:0-Führung verloren die von Damian Gimenez trainierten Nachwuchskicker noch mit 4:2 in Romanshorn. Sehr bitter: Münsterlingen gewann mit 11:4 und am Ende fehlte ein mickriges Tor zum Aufstieg in die Elite-Liga, zum Haare raufen! Aber alles in allem war es ein tolles Jahr für unsere Nachwuchsabteilung!

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2 Antworten zu Ein Hoch auf die C-Junioren!

  1. Bruno Neidhart schreibt:

    Nun hat der Verband doch noch einen FCK-Aufsteiger zu notieren. Die Fussballgötter waren heute für einmal gut gesinnt. Somit ein sonniger Tag, den die jungen Spieler sicher nicht mehr vergessen werden. Besonders die letzte Spielsekunde nicht. Jubilierende Mütter. Und ein „aufgeregter Vater“ hat sich spätestens nach dem zweiten kühlen Blonden hoffentlich wieder besonnen, um was es ging – und um was nicht. Gab es schon immer! Nur Flitzer sind eher neu auf Klein-Venedig. Die Hitze? Also denn: Herzliche Gratulation an die FCK C-Junioren und ihre Betreuer! Aber auch an die D1, wie man lesen kann. Und jetzt kommt ein Spruch: Man muss siegen, wie auch verlieren lernen. Hat was. Klingt irgendwie pädagogisch.
    Mich trieb es heute mal ehrenhalber zum letzten Relegationsspiel des SC Konstanz-Wollmatingen (5 Euro). Tatort: Schön gefülltes „Fürstenbergstadion“, benannt vielleicht nach der kleinen Anhöhe Fürstenberg in der Nähe. Am Hügelfuss liegt auf jeden Fall die Fürstenbergstrasse. Und das ganze Stadtgebiet heisst selbstverständlich dann auch Fürstenberg. Nur gab es kein Bier von den Fürstenbergern aus Donaueschingen. Man blieb lokal beim letzten Brauer der Stadt (Ruppaner). Es wäre auch alles zu fürstlich zugegangen. Selbst der SC hätte fürstlich mit fünf Toren Unterschied gegen dem FV Lörrach-Brombach gewinnen müssen, um aufzusteigen. Was mir auffiel war – neben dem unsäglichen Paukentrommler und dem unsäglichen Vuvuzelapumpenmann, dass während der Pause eine Schar enorm junger SC-Jugendlicher ein quirrliges Balltreten und munteres Toreschiessen auf dem Platz veranstalteten. Für die zweite Hälfte verzog ich mich dann mit einem Apfelschorle (1.50) unter die schöne, schattige Lindenbaumreihe im Norden der ländlichen Anlage. Vor mir sass nun halb Lörrach und simste bei jedem Tor in Richtung Basel. Nun kam gegen Ende der Spielzeit die grosse Zeit, in der so ziemlich alle 20-30 Sekunden ein SC-Jugendlicher an mir vorbeischlich – manchmal kamen sie auch scharenweise – , womit mein Schorle blickmässig in den Mittelpunkt geriet, wie ich bemerkte. Erst später begriff ich, dass die Truppe scharf auf leere Flaschen war, um am Getränkestand das Pfand (1.-) für die Jugendkasse abzukassieren (sagten sie!). Durchaus starke Idee. Ich übergab schliesslich meine leere Plastikflasche kampflos. Ach so – fast vergessen: Lörrach gewann 4:2 mit Traumtor nach Pass in die „Schnittstelle“. Letzteres derzeit das Modewort bei Fussballreportern. Ich muss mich mal sachkundig machen, was damit genau gemeint ist. Hat wohl weniger mit Messer oder Schere zu tun. Fussball ist manchmal nur über Wikipedia einigermassen zu begreifen.

  2. Auf dem Fürstenberg war ich auch immer gerne zum Fussball, der Platz hat seinen Charme. So mitten im Wohnquartier mag es furchtbar unpraktisch sein, aber solche Plätze zwischen Wohnhäusern haben ihr eigenes Flair. Die roten Sitzschalen sind übrigens aus dem alten Gottlieb-Daimler-Stadion. Ein ganz kleiner Hauch Bundesliga in Wollmatingen.

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