Fussball zwischen Autobahn, Österreich und Bahnlinie

Saisonstart beim Aufsteiger in St. Margrethen. Der Fussballplatz Rheinau, einen Steinwurf von der österreichischen Grenze entfernt, liegt eingeklemmt zwischen Autobahn und Bahnlinie. Hin und wieder hört man die Lautsprecheranlage vom FC Höchst, welche zeitgleich die erste Runde im ÖFB-Cup austragen. Die 1. Halbzeit bietet wenig Höhepunkte, den Versuch eines gepflegten Spielaufbaus der unseren, aber auch ein, zwei hochkarätige Chancen der Rheintaler. Die knapp 100 Zuschauer, davon gut die Hälfte aus Kreuzlingen, machen es sich unter einer Baumreihe bequem, bei 36 Grad sind die Schattenspender ein fast unverzichtbarer Luxus. Die 2. Halbzeit dann besser und im zweiten Abschnitt teilweise hektisch. 2:0-Führung durch Zinna und Beran, Rote Karte gegen FCM-Trainer Duvnjak (früher im Dienste des FCK), ein wutentbrannt über den Platz stampfender FCM-Präsident (O-Ton eines Zuschauers: „der CC des Rheintals“). Zu mehr als dem Anschluss mittels Penalty reichte es den Margrethern aber nicht mehr.

Zuschauer des Spiels: Remo Z., heute Mitautor beim wunderbaren FCSG-Fanmagazin Senf (http://senf.sg/magazin/). welcher sich noch lebhaft an die FCK-Spiele im Espenmoos gegen die St. Galler U21 erinnern konnte, inklusive den damaligen Grenzstadtkurier-Ausgaben, immerhin schon 15 Jahre her. An der Seitenlinie damals: Klaus Späth.

Nächstes Spiel: Samstag, 15. August um 16.30 Uhr in der FCK-Arena gegen den FC Gossau ZH.

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Die Drei von der Tankstelle…

Foto: fcoktisi.ch

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3 Antworten zu Fussball zwischen Autobahn, Österreich und Bahnlinie

  1. Bruno Neidhart schreibt:

    „Schlussendlich zählen die drei Punkte auf dem Konto“, meldet Spielberichterstatterin Nadja Müller gewohnt stil- und fussballsicher. Meine Interpretation dazu: Es existiert noch Luft nach oben! Das kleine Matchvideo tendiert in diesem Zusammenhang besonders in Richtung „Chancenauswertung“, füge ich hinzu. Nun war die Luft wohl auch im Rheintal derart hitzegesättigt (für bei Mannschaften!), dass ich keinen Fussballschuh auf den grünen Rasen hätte setzen wollen. So gesehen ist die Saison-Kontoeröffnung mit 3 Punkten geradezu genial: FC Gossau ZH kann kommen! (Man sieht, wie mich die Hitze übermütig macht). Drüben, im schönen Vorarlberg, wird von Altach über Lustenau (und Höchst?) lesbar einen weit wertigeren Fussball zelebriert. Ligamässig zumindest. Allerdings auch mit deutlich mehr auf dem Konto (nicht unbedingt zu verwechseln mit dem Tabellen-Punktekontostand!). Sind halt doch eine Sportnation – unsere Nachbarn. Und irgendwie emotionaler. Nicht nur wenn endlich wieder Schnee gefallen ist. Noch zu „Klaus Späth“: Besteht eine Verbindung zu „Sepp Späth“, den tüchtigen früheren FCK-ler, der nachher erfolgreich beim FC St. Gallen in der Ersten spielte, dann noch beim FCK ein Traineramt innehatte und leider ziemlich früh verstarb? Das war allerdings schon vor einigen Jahrzehnten! „Sepp“ hatte übrigens einen gigantischen halbflachen Schuss und war schnell wie die Windsbraut und widerstandsfähig aufgrund seines – na ja – Gewichtsvorteils! Er war eben „ein echter Fussballer“ – ein „Kerl“.

  2. In den 30er-Jahren gab es einen Spieler Späth (Foto habe ich ebenfalls), dieser schaffte es aber nicht zum FC St. Gallen. Entgegen anderer Kreuzlinger (Legionäre) zu der Zeit, wie Josef Hautle, Norman Smith oder Béla Volentik. Gelobt sei mein Statistik-Werk „Swiss League Player’s Record Ligue Nationale A“. Das Standard-Werk ist übrigens von einem Belgier zusammengetragen und bei einem kleinen belgischen Verlag veröffentlicht worden. Keine Ahnung was diese dazu geritten hat, der kommerzielle Erfolg dürfte sehr bescheiden sein . Ein Späth kommt dort nicht vor, es muss sich wohl um die NLB-Periode der 50/60er handeln. FCK-Trainer muss er wiederum vor 1971 gewesen sein, von da an hab ich eine ziemlich komplette Liste aller FCK-Trainer. Die fast vollständige Liste lieferte mir wiederum ein Statistikfreund der RSSSF-Statistik-Vereinigung aus dem Welschland – warum dieser etwa 35 (!) Kreuzlinger Trainer zusammentrug… ich weiss es nicht, find es aber bemerkenswert. Eine Linie zu Klaus Späth vermute ich nicht aber man weiss ja nie…

  3. Bruno Neidhart schreibt:

    50/60er, und vor 1971, ist sicher treffend! Wohl auch das mit der NLB (die damals noch übersichtliche Bezeichnung für die Zweitoberste). Fussballerisch stehen die Zeiten zwar nie still, bleiben jedoch unvergessen. Genau so wie gestern das humoristische Elfmeterschießen in der Scholz Arena auf der Schwäbischen Alb zwischen dem VfR Aalen und den „Clubberern“ aus dem fränkischen Nürnberg! Wo-wie-wann wurden solche Standardsituationen eigentlich geübt? Oder einfach: Fussball!

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