Norman-Smith-Stand feiert drei Punkte gegen Benz-Elf

René Benz zurück im Hafenareal. Der Erfolgstrainer von 2012, welcher mit Wettingen ein Jahr NLA spielte und reihenweise Vereine in höhere Sphären führte (Tägerwilen 3. in 2. Liga, Amriswil und Uzwil 2. in 2.IR, Kreuzlingen 2.IR in 1. Liga), kam mit Aufsteiger Uzwil an seine alte Erfolgsstätte. Ein defensiv gut eingestelltes Team durfte man vom lokalen Trainerfuchs erwarten. Die Toggenburger mussten jedoch schnell einsehen, dass es gegen dieses spielstarke Kreuzlingen ganz schwer wird. Nur zu Ende der 1. Halbzeit eine Schrecksekunde, als Silvano Kessler gegen einen anstürmenden Uzwiler im Eins-zu-Eins Duell sein ganzes Können aufbieten musste. Am Ende ein klarer 4:0-Erfolg mit teils wunderschönen Treffern (das 1:0 durch Frrokaj oder Berans Dribbling im 16er!). Immer wieder Szeneapplaus des Kreuzlinger Publikums bei drückender Hitze und handgezählten 210 Zuschauern, darunter erneut rund 10 gut gelaunte Fans im Norman-Smith-Stand.

Nach vier Runden fallen mit Freienbach, Linth und Frauenfeld drei stark eingestufte Teams bereits deutlich zurück. Die Tabellenspitze teilt sich Kreuzlingen mit dem Überraschungsteam Uster und dem Aufstiegsanwärter und alten 1.-Liga-Konkurrenten Seefeld Zürich, dahinter in Lauerstellung (wie immer) Widnau.

Nächster Halt: Samstag, 05.09.2015 um 16.00 Uhr, Thurgauer Derby in der Kleinen Allmend gegen den FC Frauenfeld.

FC Kreuzlingen (Gruenweiss) gegen FC Uzwil auf der Sportanlage Hafenfeld Kreuzlingen am Samstag 29. August 2015 (FOTO GACCIOLI KREUZLINGEN)

FC Kreuzlingen (Gruenweiss) gegen FC Uzwil auf der Sportanlage Hafenfeld Kreuzlingen am Samstag 29. August 2015 (FOTO GACCIOLI KREUZLINGEN)

Fussballkultur-Tipps für nächste Woche:

Freitag, 04.09.2015, ZWÖLF-Magazin-Jubiläumsfest an der Bachmattstr. 59, Zürich, mit Podiumsdiskussionen, Show-Block, Ausstellungen, Speis und Trank

Freitag, 04.09.2015, Lesung Paul Baaijens „Fussballmetropole London“ im didi:offensiv, Basel

Samstag, 05.09.2015, Legenden-Spiel im Hardturm-Stadion, Zürich

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3 Antworten zu Norman-Smith-Stand feiert drei Punkte gegen Benz-Elf

  1. Bruno Neidhart schreibt:

    Es war sehr heiss! Norman-Smith-Stand sichtbar in praller Sonne. Nur etwas Schützengartenschatten für Frauen und Fortgeschrittene. Und für einmal muss ich, neben dem informativen, gut gemachten Matchheft „De Hafetschutter“, auch die 3 Unparteiischen loben, die ebenso wie ihre „22 Untergebenen“ und die Zuschauenden, einer extremen körperlichen Belastungshitze ausgesetzt waren und diese Belastung sogar durch eine feine Leistung, soweit ich das zu beurteilen vermag, abrundeten. Eines fiel mir gestern besonders auf: Selbst Linienrichter laufen sich – ganz im Gegensatz zu früher – warm (trotz Hitze!). Sie setzen ihre Gelenke und Muskeln kräftig in Bewegung und prüfen das Geläuf – ja sogar die Fahne, ob sie normgerecht flattert!
    Fasziniert bemerkte ich am Linienrichter-Einlaufakt zudem, wie die „alternierenden Grätsch-Schritte parallel der längsseitigen Aus-Linie“ – fand keine bessere Formulierung! – in die Vorbereitung zum Spiel einflossen. In der Tat kann die Schrittart (sie erinnert mich in ihrer Frequenz an die Galopper in Frauenfeld) entscheidend sein, ob zum Beispiel eine Abseitsposition herrscht – oder eben nicht. Mit diesen „alternierenden Grätsch-Schritten parallel der längsseitigen Aus-Linie“ wird nämlich ein 90 Grad-Winkel zwischen Aus-Linie und dem vermuteten Tatort im Spielfeld blickmässig erst ermöglicht. Schlendert dagegen ein Linienrichter einfach so der Linie entlang, etwa derart, wie ich wandere, kommt er nicht nur zu spät zum Tatort, sondern durch eine notwendige Kopfdrehung ist ein intakter 90 Grad Winkel blickmässig nicht zu erreichen. Es kommt zu einer Blickverkrümmungen. Mit diesen „alternierenden Grätsch-Schritten parallel der längsseitigen Aus-Linie“ hat der Linienrichter in der alles entscheidenden Tatortphase die Beine gegenüber der Kopfstellung (Blick geradeaus) automatisch also bereits in der 90 Grad-Position. Fehlurteile sind somit ausgeschlossen (Aha!). Diese etwas speziellere, grafische Abseitserkennungsanalyse zeigt, dass ich gestern wohl etwas viel Hitze abbekommen habe, obwohl ich alternierend mir immer wieder ein kühles Getränk zuführte.

  2. Bei einem Auswärtsspiel in Langenthal kam ich vor ein paar Jahren zur festen Überzeugung, dass ein Linienrichter bei der Ballabgabe unmöglich gleichzeitig erkennen kann, wo der vorderste Stürmer gerade steht, also ein korrektes flattern mit der Fahne nahezu unmöglich ist. Mit der genannten Blicktechnik habe ich die Zunft der Linienrichter aber wohl unterschätzt.
    Infolge Ferienabwesenheit des Spieltagsverantwortlichen, habe ich übrigens in Vertretung die Zählung der Zuschauer bei diesem Spiel übernommen. Ich kam handgezählt auf 210, wobei die Zuschauer dichtgedrängt an Schattenplätzen standen, während die sonnigen Tribünenplätze gähnend leer blieben. Wirklich dem Spiel zugetan waren aber maximal 190, der Rest stand beim oder im Clubhaus.
    Meines Erachtens lässt sich nicht nur bei den Schiedsrichtern ein klarer Trend abzeichnen, es wird alles „professioneller“. Selbst die fünftklassige 2. Liga Interregional ist doch schon sehr leistungsorientiert, 4 x Training in der Woche plus Spiel mit folgendem Staff: Cheftrainer, Co-Trainer, Torwart-Trainer, Sportchef, Betreuer, Physiotherapeutin, Trikotwäscher (!) und so weiter und so fort…

  3. Bruno Neidhart schreibt:

    Bei dieser „fünftklassigen Professionalisierung“ fragt man sich, ob der Fussball selbst, der Verein, oder die Spieler komplizierter geworden sind, um die vielfältige Assistenz in Anspruch nehmen zu müssen. Die Wirksamkeit dieses komplexen Sportausführungssystems lässt sich immerhin am Saisonende exakt beurteilen. „Trikotwäscher“: Kernseife war übrigens das Medium, was unsere Mutter dazu benutzte, mein nummern-und namenloses grünes Leibchen und die weisse Hose per Hand wieder auf Vordermann zu bringen. Nochmals zur angesprochenen 90 Grad-Position eines Schiedsrichters zum effektiven Abseitsbeurteilen: Am Wochenende haben es verschiedene Bundesligaschiedsrichter wohl höchsten auf 89 Grad gebracht, so viele Falschentscheide wurden (erst) am TV erkennbar. Dabei verdient nach neuester Statistik ein Unparteiischer auf diesem Niveau monatlich 3’800 Euro, wenn ich richtig orientiert bin. Wird er zusätzlich durch die FIFA geadelt (Blattersepp), noch deutlich mehr. Zum sich anpöbeln zu lassen aber sicher immer noch zu wenig! Am Anstand gegenüber Spielleitern bei einem „nervenaufregenden Entscheid“ lässt sich übrigens auch ein Stück des Zustandes einer Gesellschaft erkennen. Oder ist lautstarkes Artikulieren das Salz im Fussball? Manchmal könnte man es meinen.

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