Der tödliche Pass kam auch im Spitzenspiel

Das Spitzenspiel gegen die Defensivkünstler vom FC Uster geriet zur 90-minütigen Geduldsprobe. Lange sah es nach einem typischen Unentschieden aus, der Uster-Präsi sah gar Vorteile für sein Team. Doch als FCK-Fan kennt man die Vorzüge der Kreuzlinger Mannschaft, von der Bank kann jederzeit neue Qualität ins Spiel kommen, dass Team hat einen langen Atem und Berans tödlicher Pass kann jederzeit seinen Vollstrecker finden. Der Fan lehnt sich entspannt zurück. Auffallend auch die souveräne Sicherheit, welche der erst 19-jährige Silvano Kessler im Tor ausstrahlt. Wie sagte Trainer Aydemir Demir im anschliessenden Trainertalk so treffend, „spielerisch sind wir noch nicht da wo wir hinwollen, aber wir funktionieren bereits als Team“.  Bis zur 91. Minute mussten sich die 250 Zuschauer gedulden, dann schlug Fabian Wilhelmsen zu. Auf perfekte Vorarbeit von Uwe Beran. Ausgerechnet Wilhelmsen, welcher vor Wochenfrist als defensiver Mittelfeldspieler mit seinem lupenreinen Hattrick für die entscheidenden Treffer im Kantonsderby sorgte. Wer das verpasste, wird noch lange davon hören.

Weiter geht es am Dienstag, 22. September um 20.00 Uhr in Niederurnen gegen den schwach gestarteten FC Linth 04. Die Glarner sind mit ihrer rustikalen Spielweise allerdings ein unangenehmer Gegner. Grund der Terminverschiebung: Am Samstag ist das 2. Glarner Oktoberfest und am Sonntag ist Eidgenössischer Dank-, Buss- und Bettag. Interessante Kombination.

Uster Arena

Späte Erlösung für die Kreuzlinger, für Uster wurds zum Fruster (Michele). Foto: Porteños

Uster Norman Smith

Norman-Smith-Stand trotzte der wohl letzten Hitze des Jahres. Foto: Mario Gaccioli

matchuhr

Einweihung der neuen Matchuhr mit Stadträtin Dorena Raggenbass, FCK-Präsi Daniel Geisselhardt (gewann das Promi-Plausch-Penaltyschiessen souverän), Stadtpräsident Andreas Netzle und FCK-Marketing-Chef Klaus Späth. Foto: Mario Gaccioli

maestro

El Maestro sorgte für die entscheidende Anweisung. Foto: Porteños

Nachtrag zum Derby, Kreuzlingen hatte was zu lachen.

Frauenfeld Präsi

Foto: Mario Gaccioli

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Eine Antwort zu Der tödliche Pass kam auch im Spitzenspiel

  1. Bruno Neidhart schreibt:

    Auch bis zwischen Pfäffiker- und Greifensee ist es durchgedrungen, dass „Uns Uwe“ ab und zu durch die Gegner tänzelt und nicht selten auch ihren Kasten trifft. Entsprechend wurde er besonders in den ersten 45ern ziemlich regelmässig „gebodigt“ (Was eher ins Sägemehl gehört). Fussballphilosophisch habe ich mir überlegt, dass es nachteiliger ist, wenn im Mittelfeld nach einem Foul 1 x kräftig Pfiff und Gelb durchgegeben wird, als wenn 20 Meter vor dem Ziel drei-viermal kein Pfiff stattfindet. Beide Spielsituationen haben in der Regel den Verlust des Balles des Gebodigten als Resultat. Im ersten Fall ist das meistens nicht sehr ergiebig (Distanz zum Tor). Im zweiten Fall wird viel eher eine Torchance vereitelt. Nur wird die Frage, „ob ein Foul ein Foul ist“ – nach Lehrbuch berechnet – eben in der Schnelle nie eindeutig zu klären sein (Zwischenbemerkung: Es sei denn, ein Münchner rammelt im Sechszehner gegen einen Augsburger. Das Beste daran: Die nachträgliche tapfere Entschuldigung des Schiris). Und so ist also, denke ich bei dieser Gelegenheit wiedermal, die Einführung der „Torlinientechnik“ eine Farce. Sollte sie optimal funktionieren, haben wir letztlich zwei „Tatsachenentscheide“ auf dem Grün: Die der Technik, und die des Menschen. So wird uns immerhin wiedermal aufgezeigt, dass wir nicht unfehlbar sind. Die Technik hier schon eher (Es geht um Millionenspiele!). Der Begriff „Tatsachenentscheid“ mutiert somit im Fussball zum Zwiespältigen. Wir müssen uns entscheiden, wie wir damit umgehen. Uster war übrigens ein schnell spielendes Team. Das rasche Umschalten auf „Vorwärts“ war markant, ebenso die robuste, altverdiente Verteidigung. Die Aussenstürmer drangen abwechseln in unsere Vor-Tor-Szenerie ein. Ich hatte dabei nicht die besten Gefühle (Bei unserem Torhüter glücklicherweise schon!). Und wenn FCK-Trainer Aydemir Demir feststellt: „Spielerisch sind wir noch nicht da wo wir hinwollen…..“, so liegt er wohl richtig. Gestern diagnostizierte ich beispielsweise im Mittelfeld regelmässige Ballverluste (im Zweikampf), sowie eine ganze Menge Passungenauigkeiten. Nun wird ein Spiel auch immer unterschiedlich beurteilt. Besonders von Trainern. Sie haben mindestens drei Augen. Zwei Augen genügten jedoch, um erkannt zu haben, dass Kreuzlingen bis zum Schlusspfiff bemüht war, das Ding doch noch irgendwie zu drehen. „Und dann kam Beran – Wilhelmsen schob ein“. Pech für Uster. Aus-Schluss: Das 1 : 0 stand an der neuen Tafel (Die nebenbei etwas winkelmässig – wie die alte – ungünstig steht, zudem mit Rot glänzt, das bei bestimmten Lichteinstrahlungen bekanntlich physikalisch zum „Streuen“ neigt, den Sieg jedoch immerhin korrekt dokumentiert hat. Und wenn sie stets einen Sieg anzeigt, ist es ja o.k.!).

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