Fussball im Zirkus-Areal, c’mon you boys in green

Nach der ersten Saison-Niederlage beim FC Linth 04, wochentags im Kanton Glarus, ging es schnell zurück auf die Erfolgsstrasse. Dank einer Leistungssteigerung im zweiten Spielabschnitt folgte ein sicherer 4:2-Sieg gegen den FC Widnau (Spielberichte).

Zu reden gab mal wieder die Parkplatzsituation vor dem Spiel. Durch den Konstanzer Einkaufstourismus sind Parkplätze an unseren Heimspielen sowieso rar zu finden, dank Oktoberfest und Zirkus wurde das Hafenareal aber mal wieder zum weitläufigen Sperrgebiet. Rund um unseren Platz siedelte der Zirkus Stey seine Tiergatter an, unser Haupteingang war nur noch quer durch ein Rinder-Gehege zu erreichen. Es ist auch immer die Frage wie man sowas als Verein im Vorfeld kommunizieren soll, warnt man gar nicht, sind die Leute verärgert, warnt man zuviel, kommen manche erst gar nicht.

In der Pause zog der FCK Losnummern aus dem „Hafetschutter“. Diesmal traf es einen Porteño –  und Stephan traf im Penaltyschiessen gleich noch auf einen weiteren Porteño, Yannick durfte per Wild Card als technischer Leiter der Bodensee-Kickers (Handicap-Fussballteam) ran. Somit blieb dieser Sieg und die Kiste Bier gleich unter uns. Habt ihr gut gemacht, zumindest Stadtpräsident Netzle gab an gleicher Stelle eine deutlich schlechtere Figur ab.

Die rund zehn Porteños im Norman-Smith-Stand wagten sich in der 2. Halbzeit tatsächlich an ein paar alte Schlachtrufe heran, mag manches noch etwas dünn tönen, mitmachen heisst die Lösung. Jedenfalls hat es Spass gemacht.

Weiter gehts am nächsten Sonntag mit einer Premiere, wir spielen an der Scheibenstrasse beim Aufsteiger FC Rüti. Matchtime 15.00. C’mon you Boys in Green.

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FCK-Haupteingang, Irrweg durchs Zirkusareal und am Schluss quer durchs Rinder-Gehege.

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Porteños / Norman-Smith-Stand, Foto Mario Gaccioli, Kreuzlingen

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7 Antworten zu Fussball im Zirkus-Areal, c’mon you boys in green

  1. Markus schreibt:

    Das Spiel aus Sicht eines Widnau Fans.
    Gratulation zum Sieg. Bis zum Doppelschlag zum 1:3 haben die Widnauer sehr gute Gegenwehr bieten können. Vor allem in der 1.Halbzeit hat die in dieser Saison leider bisher nicht immer sattelfeste Widnauer Abwehr, nicht viel zulassen müssen. Das war, wie schon gegen Uster, eine Top-Abwehrleistung. Leider wurde dies wiederum nicht mit einem Punktgewinn belohnt.
    Auf welch wackligem Gerüst sich die Widnauer Abwehr, ich sage aber bewusst die Widnauer Defensive, zu einer guten Abwehr gehört immer die gesamte Mannschaft, derzeit befindet, hat man nach dem Gegentor zum 1:2 gesehen. Da sind die Widnauer nach dem bis dahin sehr guten Spiel, leider wieder in sich zusammen gefallen, und haben dem Gegner dadurch natürlich zu viele Freiräume geboten. Das 1:3, nur wenige Minuten nach dem zweiten Gegentor, war dann natürlich die Entscheidung in diesem Spiel.
    Heute wäre für die Widnauer sicherlich deutlich mehr als diese 2:4 Niederlage möglich gewesen. Das hat das Spiel bis zum 1:2 auch deutlich aufgezeigt. Bis dahin war Widnau mehr als ein ebenwürdiger Gegner. Leider hat man, wenn es ohnehin nicht optimal Läuft, und man nicht dort steht, wo man eigentlich stehen will, nicht das Glück auf seiner Seite. Die Mannschaft des FC Widnau hat sicherlich deutlich mehr Potential in ihren Reihen, als dies der derzeitige zehnte Tabellenplatz vermuten lässt. Es braucht aber über die gesamte Spielzeit eine konzentrierte, und fast fehlerfreie Leistung um gegen solch einen starken Gegner, wie es der FC Kreuzlingen ist, ein positives Ergebnis mitnehmen zu können. Zurzeit ist die Mannschaft leider nicht in der Lage, sein gesamtes Potential auf dem Rasen umzusetzen. Der bisher doch enttäuschende Saisonverlauf bringt natürlich in die gesamte Mannschaft Verunsicherung. Wenn man die Gegner betrachtet, gegen die Widnau bereits spielte, hätten eigentlich deutlich mehr, als die bisherigen 9 Punkte auf dem Punktekonto des FC Wildau sein müssen.
    Auf die Weidenauer warten bis zur Winterpause noch sehr schwere Spiele (H: Wil 2, A: Seefeld, H: St. Margarethen, A: Freienbach, H: Frauenfeld). Im Heimspiel gegen Will 2 sollte daher unbedingt gepunktet werden, damit man nach vier Niederlagen in Serie endlich den Negativ Trend stoppen kann, und wieder etwas Selbstvertrauen tanken kann. Das Potential ist in der Weidenauer Mannschaft durchaus vorhanden, da besteht kein Zweifel. Nur muss man die vorhandenen Qualitäten auch auf dem Spielfeld umsetzen können. Dann kommen auf den FC Widnau wieder glorreichere Zeiten zu, als es derzeit der Fall ist. Top, oder Flop liegen nahe beisammen. Da braucht es nicht viel um wieder in die Erfolgspur zu kommen.
    Ich würde Euch natürlich den Aufstieg gönnen, da aber Spiele gegen einen so namhaften, und traditionsreichen Verein, wie es der FC Kreuzlingen ist, nicht nur für die Fans , sondern für den gesamten Verein des FC Widnau immer etwas Besonderes sind, würde ich mich freuen, wenn es diese Paarung auch in der nächsten Saison geben würde. Das würde dann aber leider bedeuten, dass ihr auch in dieser Saison nicht Aufsteigt, und dass auch Widnau weiterhin in der 2.Liga Interregional spielt.
    In diesem Sinne wünsche ich Euch, und natürlich vor allem dem FC Widnau einen erfolgreichen Saisonverlauf.

  2. Bruno Neidhart schreibt:

    Nehme mal an, dass samstags in der Schweiz nur in Kreuzlingen die Freude herrschte, durch eine formidable schwarz-weisse Kuhherde hindurch (aus Dänemark, wie das dazugehörige Transportfahrzeug auswies?) den Haupteingang einer Fussball-Arena erreichen zu dürfen. Man hätte sich hinter Bratwurststand und Tribünen-Rampenwall auch einen zünftigen „Hosenlupf von eidgenössisch diplomierten Sägemehlartisten“ vorstellen können. Vom Wall aus war zu allem Überfluss das Oktoberfestzelt auszumachen. Es ging also gegen Widnau recht ländlich zu. Fussball wurde auch noch gespielt. Zu vergessen war dabei – aus FCK-Sicht – die erste Halbzeit, in der der muntere Gast aus dem Rheintal die bessere Mannschaft präsentierte und gut und gerne führend in die Pause hätte gehen können.
    Unveröffentlicht blieben für die zweite Hälfte die Kabinenworte des FCK-Trainers. Das machte aber nichts. Man sah rasch, dass die Korrekturen zu den ersten 45 Minuten recht deutlich ausgefallen sein mussten (oder waren es die „bereitgelegten Bananen“ von Herrn Rattin?). Plötzlich war „Leben in der Bude“. Die FCK-Mannen kickten durchwegs agiler, aufmerksamer, waren vorne auch ohne Uwe B. brandgefährlich unterwegs. Widnau begann zu wanken. Und dann kam noch die übliche Zeit der Auswechslungen. So bringt man die drei Punkte zum Schlusspfiff. Widnau ist stärker, als es das Resultat vermuten lässt. „Markus“ sieht das ähnlich. Immerhin ein kleiner Trost als Aufmunterung für die kommenden Begegnungen. Schlägt Widnau gegen einen Ligakonkurrenten des FCk’s zu, wird der Gast aus dem Rheintal noch sympathischer!

  3. Beiträge von auswärtigen Fans liest man immer besonders gerne, vielen Dank. Immer schön auch, dass Widnauer an Auswärtsspiele fahren, nicht jeder Verein hat so treue Zuschauer. Trotzdem und trotz der finanziellen Bürden eines Aufstiegs, wünsche ich mir doch möglichst bald unsere „alte Heimat“ 1. Liga zurück. Ausserdem sollte im Thurgau wenigstens für einen Verein 1.-Liga-Fussball möglich sein. Ich denke, einen FC Widnau würde die 1. Liga aber auch mal gut vertragen…

  4. Bruno Neidhart schreibt:

    Mit den heutigen 1. Ligagruppen, den ehemaligen „klassischen obersten Amateurligen“ ist es so eine Sache: Sie waren früher eine stolze, feste, sportlich geachtete Grösse im Schweizer Fussball (bis ins TV!), – bekanntlich nicht selten auch mit dem FCK garniert. Heute fällt die oberste Amateurliga – gemeint sind hier die „(neo-) klassischen Gruppen“ – fussballbegrifflich nicht mehr sonderlich auf. Mit der „Promotion League“ entstand nebenan zusätzlich Seltsames – ein Konglomerat, das zwischen den Ligen ein Auffangbecken für die „von oben Kommenden“, für die zweiten Mannschaften von „Elitevereinen“, sowie den ambitionierten, „von unten hochstrebenden Amateuren“ darstellt und bereits schweizweit von Genf über Basel bis ins Tessin teuer bereits werden muss (Nebenbei: Die heute sich auch bis in die „1. Liga klassisch“ verbreitenden, zweiten Mannschaften der „Eliten“ zeigten früher in einer eigentlichen „Reserve-Meisterschaftsliga“ ihr Können. Die jetzige „Verteilung“ ist aus sportlicher Sicht wohl sinnvoller).
    Mit der „Promotion League“ verlor die traditionelle, „echte 1. Amateurliga“ nun deutlich an Reiz und sportlicher Strahlkraft. In den drei „klassischen“ Gruppen tummeln sich heute Klubs, die es früher dahin kaum geschafft hätten. Der Abstand zu den sechs interregionalen zweiten Ligen erweist sich entsprechend nicht als elementar. Daher ist die höhere Attraktivität der 1. Klassischen nur schwer auszumachen (Gruppe 3 etwa mit: Wettswil-Bonstetten, Dietikon, Seuzach, usw.). Als vor nicht allzu langer Zeit der FCK zuletzt wiedermal in der 1. Klassischen spielte (und „unrühmlich wieder abstieg“ – Schwamm drüber!), hob es zum Beispiel die Zuschauerzahlen kaum merklich an, da plötzlich „einige echte, regionale Derby’s“ fehlten.
    Und trotzdem sollte es gerade für einen Traditionsklub eben doch einen Wert an sich darstellen, eine Liga höher zu steigen. Das ist kein Widerspruch! Andere Mannschaften sind dagegen froh, auf dem gegenwärtigen Niveau wenigsten in der 2. Interregionalen mithalten zu können. Kann für diese auch ein Ziel sein! In der weiteren FCK-Projektion sehe ich den Sinn, wieder in die 1. Liga Klassik aufzusteigen dann gegeben, wenn die spielerische Kraft gleichzeitig derart angehoben wird – werden kann! – , dass wenigsten 2-3-4 Jahre in der Ligaspitze „mit zu mischen ist“, um vielleicht eines Tage doch mal die elementare Frage nach der „Promotion“ stellen zu können. Der letztere Gedanke verlangte dann jedoch eine Kraftanstrengung nicht nur des gesamten Klubs, seiner Leitung, seiner Sponsoren, Donatoren, Freiwilligen, Fans, usw., sondern auch der (Sport-!) Stadt Kreuzlingen, wären doch manche Infrastrukturmassnahmen gleichzeitig auf ein höheres Niveau zu bringen. Aber: Da der gegenwärtige Platz „so ziemlich in der Luft hängt“, sich die „ewige Frage“ stellt, ob er die richtige Location für die nächsten 30-50 Jahre sein darf, oder er anderen Projekten zu weichen hat, ist die Devise: „Augen zu und durch“ derzeit wohl das einzig Sinnvolle, was simpel heisst: Weiter „kräftig tschutten“ mit den vorhandenen, ansprechenden Mitteln. Wenn sich daran regelmässig zudem mindesten 300-400 Zuschauer in der FCK-Arena erfreuen, wäre ja schon mal ein vorläufiges Ziel erreicht. Alles Weitere wird – muss – sich so einstellen, wie es den gegenwärtigen Möglichkeiten entspricht, was sich ja spielerisch in der Meisterschaft gut angelassen hat. Als Negativbeispiel soll hier mal der „berühmtere“ FC Grenchen zitiert werden. Der frühere Nationalliga B-Verein spielt heute ebenso in einer interregionalen Zweitligagruppe, wie der FCK. Stand Ende September: Null Punkte, Torverhältnis 6:32. Da nützt dann auch das grösste Stadion im Solothurnischen nicht viel (15’000!). Und ihr Erwin Ballabio aus der Uhrenstadt war seinerzeit der absolute Star im Nationaltor – eine nationale Sportgrösse – vergleichbar mit Ferdi Kübler! Privates am Rande: In meiner Uhr tickt ein ETA-Automatikwerk aus Grenchen super vor sich hin. „Mehr super“ (neusprachlich!) wünsche ich in Zukunft auch wieder mal dem „Äfze Grängche“!

  5. Da ich gerade an einer kleinen Geschichte zum Uhren-Cup bin, verfolge ich die Geschehnisse um den FC Grenchen ebenfalls. Im Sommer folgte der Zusammenschluss mit dem alten Rivalen Wacker Grenchen zum FC Grenchen 15, den freien Fall hielt es bisher nicht auf.
    Die Problematik Promotion League und sportlich (aber nicht bei den Kosten!) abgewerteter 1. Liga gibt es auch in Deutschland, natürlich immer in etwas grösserer Dimension.
    Ich empfehle dazu diesen lesenswerten Text:
    http://www.11freunde.de/artikel/die-absurde-regionalliga

  6. Bruno Neidhart schreibt:

    Der Uhren-Cup in Grenchen hat eine schöne Geschichte. Nun las ich, dass er im neuen Bieler Stadion ausgespielt werden soll. Es ist so ein Kreuz mit den ehemaligen „Kultstätten“. Sie werden „geopfert“, wenn auch letztlich verständlich bei den heutigen Anforderungen der Klubs. Übrigens ist der Nachbarklub FC Lengnau auch so ein „Versunkener“ wie FC Grenchen. Dabei spielte Lengnau tatsächlich auch mal in der Nationalliga B. Heute noch „hübsche Tribüne“. Werde mal 11Freunde anklicken.

  7. Bruno Neidhart schreibt:

    Gelesen: Rosa, Flora, Elsa, Ronja, die hübschen „Eingangskälber“ vom vergangenen Samstag, sind nun in Bischofszell eingetroffen. Sie sollen tatsächlich in der Zirkusarena, also nicht in der FCK-Arena (z.B. anstelle von Auflaufkindern) auflaufen. Was es nicht alles gibt. Inzwischen habe ich mir den 11Freunde-Artikel reingezogen. Die Parallelen CH-D sind tatsächlich erkennbar. Wenn, wie ein Heftleser dazu bemerkt, eine 4. Profiliga eigerichtet werden sollte, da die ambitionierten Vereine der D-Regionalligen sowieso bereit professionell – oder mindestens halb-professionell – organisiert sind, so wäre das für CH eben eine 3. Liga (von ganz oben gezählt). Die Angebote, wie denn ein Verband die Ligen einzurichten hätte, sind von „absoluten Fussballkennern“ – wie „ich“ z.B.! – überaus vielfältig. Und so wage ich denn frisch die Vorstellung, dass die „Erste Amateurliga“ (also eine reale 3. CH-Liga) in zwei attraktiv zusammen gestellten Gruppen zu je 14 bis 16 Mannschaften (mit Hin-und Rückspiel) aufgeteilt werden sollte, und so gegenüber „den zwei Oberen“ (hier „blöd“: die vier Runden!) deutlich an eigenem Profil gewinnt. Jeder Gruppenerste steigt auf. Punkt. Diese Einteilung hätte gleichzeitig den verbindenden freund-eidgenössischen Effekt, sich ständig über Sprachgrenzen hinweg zu bewegen. Man wäre also aufgefordert, jeweils vor einem Spiel den persönlich vorhandenen Fremdsprachenwortschatz zur Tribünen- oder Feldkommunikation auszubauen. Fussball als Fremdsprachenmotor für Spieler und Fans! Was für pädagogische Aussichten. Eine gegrillte Stadionwurst bekommt man aber sicher überall sprachunabhängig durch blosses Zeigen! Das ist schon mal prima.

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