Uzwil ist nicht nur Badminton

Ein halbes Dutzend Vecchi Ultras und Porteños fanden sich auf Seiten des FCKs mit rund 280 weiteren Zuschauern zum Auswärtsspiel auf der Sportanlage Rüti in Henau ein. Beim aufstrebenden FC Uzwil wurde es das erwartet schwere Spiel. Trainerfuchs René Benz liess einen geradlinigen, körperbetonten Fussball mit einfachen Bällen in die Spitze vorführen, mit Erfolg. Zur Halbzeit stand es 2:0 für die Toggenburger, in der zweiten Hälfte bemühte sich die Grenzstadt-Elf unter Interimstrainer Rui Luis engagiert aber glücklos um den Anschlusstreffer (Spielberichte).  Uzwil war bis anhin eher für Eishockey und Badminton bekannt. Nun plant der ex-Kreuzlinger Benz, einziger Kreuzlinger NLA-Spieler der letzten Dekaden, auch mit den Uze-Städtern den Angriff. „In drei Jahren 1. Liga“, gibt er im Saisonmagazin „11 Meter“ gleich die Marschroute vor. Beim FCK geht es in einer Woche weiter, mit dem Kantonsderby gegen den grossen Rivalen Frauenfeld. Gilbert Gress schaut auch vorbei. Kleine Aufmunterung, unsere  D1-Junioren gewannen heute ihr Debüt in der Elite-Liga gleich mit 10:0 gegen den FC Tobel-Affeltrangen.

Liga komplettiert, Bewertung für den Hafetschutter:

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Die Sportanlage Rüti bietet den rund 1’000 Fussballern der Vereine FC Uzwil, FC Henau, FC Niederstetten und FC Bühler Uzwil eine Heimat und wird nach einer gewonnenen Abstimmung im März 2015 für 5,4 Millionen Franken ausgebaut.

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Eine Antwort zu Uzwil ist nicht nur Badminton

  1. Bruno Neidhart schreibt:

    Es gibt gute, weniger gute, und ganz katastrophale Wochenende – zumindest fussballerisch gesehen. Letzteres traf wiedermal bei mir zu: 0:9 Tore aus drei Begegnungen. Kein Tor geschossen. Grausam! Der Reihe nach: Bristol City, zweite Englische, eine aufgestiegene Elf, die ich ehrenhalber durch verwandtschaftlichen Bezug nebenbei beobachte, ging auswärts bei Hull City 4:0 unter. Und der FSV Frankfurt, ein Nobody der deutschen Zweiten, Zuschauerschnitt nur so 5-6000 – könnte sich nach einem Abstieg der Eintracht ändern! – , beobachte ich seit 2-3 Jahren „so nebenbei“. Dieser FSV verlor 0:3 zuhause gegen die Clubberer aus Nürnberg (Volksbankstadion, für einmal 11’00! – wohl die Hälfte aus dem Fränkischen!). 4 plus 3 gleich 7. Es fehlen also noch 2 Tore bis 9. Und die wurden im vorderen Toggenburg dem FCK auf die Heimreise an den Bodensee mitgegeben.
    Nun, was sagt uns das alles? Eigentlich nicht viel. Zufallsregie eben – wenn auch eine miese! Das trotzdem erfreuliche dabei: Während die beiden erstgenannten Mannschaften derzeit kurz vor der Abstiegslinie dümpeln, bewegt sich unser FCK noch immer in einer ziemlich komfortablen Tabellenzone. Nun allerdings bei sehr geringer Aufstiegsgefahr! Positivere Ansichten willkommen.
    Die „Hafetschutter“, so lese ich zu meiner Prognose, gerieten in Uzwil in die Mühlen der Einfachstrategie des Trainers Benz (Uzwil beherbergt mit Bühler eben einen international tätigen Mühlenhersteller – hätte man wissen müssen!). Benz muss dabei nicht Kick and Rush bedeuten. Damit lässt sich in dieser Liga ja durchaus etwas Konstruktives erarbeiten. Weiter oben – von Benz angestrebt – wird man dann sehen, ob eine andere Spielkultur nicht zielführender wäre. Bleibt noch Zeit.
    Einer aus der Unternehmerdynastie Bühler liess sich übrigens in Uzwil mit seinem Landhaus „Waldbühl“ anfangs 19. Jahrhundert ein international beachtetes architektonisches Kunstwerk erstellen. Es war die Zeit des Jugendstils, die sich in England „Arts and Crafts“ nannte (aber doch nicht ganz vergleichbar ist!). Warum schreibe ich das? Nun, für Bühler arbeitete damals Architekt Mackay Hugh Baillie Scott (1865-1945), über den ausgerechnet meine Aachener Freundin 1998 im Rahmen einer Auseinandersetzung über die „Arts and Crafts“-Bewegung ein Buch mit dem Titel: „Ästhetik der schönen Genügsamkeit“ schrieb. Das hat zwar alles nichts mit Fussball zu tun, und „meine Aachenerin“ würde sich wundern – wohl eher ärgern! – , was ich da von ihr verwurstle. Immerhin hoffe ich, dass sich der FCK zum Ende der Saison hin nicht ihrem Buchtitel anschliesst und auf „Genügsamkeit“ macht. Fussball und Kultur scheint vielleicht doch irgendwie etwas Gemeinsames zu haben. Es ist nur eine Frage der breiteren Interpretation.

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