160 Bratwürste und Gilbert Gress

160 verkaufte Bratwürste, 300 Zuschauer, Gilbert Gress als Stargast, 8 Tore, eine Rote Karte, drei Elfmeter, viel Gesprächsstoff auf und neben dem Platz und knapp 50 Gäste beim anschliessenden Trainertalk mit Pascal Cerrone und Vlado Nogic. Dazu noch Nationalrat Christian Lohr, der eine oder andere regionale Fussballbekannte und selbst angereiste FCK-Fans aus dem Tessin. Willkommen am Thurgauer Derby!

Sportlich setzte es zwar die erwartete Niederlage, verlor der ersatzgeschwächte FCK doch mit 3:5 (Vlado Nogic: Ich fand unter der Woche nur eine Basketballmannschaft vor) und doch war es für den regionalen Amateurfussball ein gelungener Tag. Speziell fürs Handicapteam, welche von Gilbert Gress die neuen Trikots überreicht bekamen.

Natürlich war nicht alles Gold was glänzte. Volksfeststimmung kommt erst ab 500-600 Zuschauern auf, erst dann stehen die Leute dicht gedrängt am Platz und es entsteht Atmosphäre. Sportlich war es das vielleicht schwächste Derby seit längerer Zeit, was nicht an den Kantonshauptstädtern lag. Die Parkplatzsituation wie gehabt. Zirkus, Schweizer Talente, Einkaufstourismus, die einzige Zufahrtsstrasse von der Polizei gesperrt, wurden FCK-Zuschauer durchgelassen? Ich weiss es nicht.

Wie geht es weiter im Thurgauer Fussball? Unsere 1. Mannschaft befindet sich in einer Übergangsphase, von Aufstieg wird in dieser Saison wohl keiner mehr reden. Frauenfelds Pascal Cerrone wollte am Trainertalk von einem Angriff auf Seefeld (7:1 gegen Mels) nichts wissen. Der FC Sirnach bleibt der FC Hollywood der Liga und hat gemäss Gerüchten am Spielfeldrand erneut den Trainer gewechselt, war es der fünfte in 16 Monaten?

Thurgauer Derbytag auch in der 2. Liga Regional. Arbon und Amriswil trennten sich 0:0 und der AS Calcio Kreuzlingen verlor gegen Tägerwilen mit 1:2. Thurgauer Aufstiege wird man im Sommer damit kaum noch erwarten dürfen. Trotzdem, der Fussball lebt auch hier von vielen engagierten Menschen und wird auch in Zukunft viele Geschichten bieten und irgendwann will und kann auch wieder ein Thurgauer Verein in die 1. Liga.

SCHWEIZ FUSSBALL 2. LIGA INTERREGIONAL DERBY

FCK-Marketingleiter Klaus Späth und Fussballegende Gilbert Gress. Foto: Mario Gaccioli, Kreuzlingen

FCF Fan

Darf am Derby natürlich nicht fehlen: Gilbert Gress, nein, Maria Hasler, 72 Jahre alt und schon zu Nationalliga-B-Zeiten treuer Fan des FC Frauenfeld.

SCHWEIZ FUSSBALL 2. LIGA INTERREGIONAL DERBY

FC Kreuzlingen (Gruen) gegen FC Frauenfeld auf der Sportanlage Hafenfeld Kreuzlingen am Samstag 9. April 2016 (FOTO GACCIOLI KREUZLINGEN)

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Eine Antwort zu 160 Bratwürste und Gilbert Gress

  1. Bruno Neidhart schreibt:

    Am Derby trennt sich Spreu vom Weizen – mindestens beim Pferderennsport ist es so. Nach einer dreijährigen Aufzuchtzeit treten dann Vollblüter gegeneinander an. Das Spannende: Ist vielleicht ein Pferd für spätere höhere Weihen dabei? Es muss ja nicht gleich der „Prix de l’Arc de Triophe“ in Paris sein (sah ihn 1961)! Nun, das SwissDerby wird alljährlich in Frauenfeld ausgeritten. Aber deswegen hatte gestern Frauenfeld sicher keinen Vorteil beim höchstmöglichen kantonalen Fussball-Derby gegen den Kreuzlinger FC.
    Investigativ wurde ich vor einer möglichen Pleite vorgewarnt. Irgendwie klang es nach Rumpfmannschaft. Überraschend gingen die ersten 10-20 Minuten aber dennoch an Kreuzlingen. Wir spielten frisch, zügig, zielorientiert, aufsässig. Man traute seinen Augen nicht und wähnte, dass der neue Trainer bereits Wurzeln schlägt.
    Der Spielverlauf änderte sich dann zunehmend entgegengesetzt, waren uns doch die „Zuckerrübenstädter“ in allen Belangen überlegen und verteilten keine Zückerli. Der Sieg stand nie in Gefahr. Und einige Vollblutfussballer der Hauptstädter sind schon für höhere Weihen gerüstet. Auch die stringente Spielanlage des FCF hat bereits ziemlich das klassische Erstligaformat: Kraft, Schnelligkeit, Kampf, Erfolg. Es muss kein Barca-Klein-Klein sein, um brillieren zu wollen! Zusätzlich kann am Tabellenstand ablesen werden, dass Spiele „hinten“ gewonnen werden. In dieser Gegend stehen wir schon lange nicht kompakt genug (Für einmal schreibe ich nichts über die vielen Ballverluste im Mittelfeld!). Trainer bitte 2016/2017 antworten……
    Warum gestern die rechte und besonders die linke FCF-Sturmspitze stets frei standen, oder sogar selbst mit dem Ball am Fuss noch „u huere schnell“ unsere Verteidigungslinie überrannten, war schon bemerkenswert (Das in “ “ Gesetzte lässt sich auf Hochdeutsch leider kaum übertragen!). Aber es war wirklich sensationell – besonders der Zehner! Unsere Defensive wurde noch und noch knallrot. Und diese Farbe sah zum Schluss hin nach Foul mit anschliessendem Kopf-Kopf auch unsere Nummer 9. Solches gehört eindeutig nicht zum Fussball!
    Derby? Na ja. Auf dem Papier schon. Wenigsten versprühte G.G. durch seine erfolgreiche Vergangenheit etwas höherwertigen Fussball in die FCK-Arena, bevor er sich einer Bodensee-Arena-TV Unterhaltung zu widmen hatte. Sein Engagement für den Handicap-Fussball ist indes bemerkenswert. Einen Dank auch den Trikot-Sponsoren für die Mannen der Bodenseekicker!

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