Erster Sieg unter Vlado Nogic

Wie fühlt es sich an wenn ein Stein vom Herzen fällt? Am Samstag konnten das die 120 Zuschauer am Kreuzlinger Hafen erleben. Die treuesten Fans liessen sich auch von strömendem Regen, Windböen und kalten Temperaturen nicht vom Spielbesuch abhalten und erlebten eine Grenzstadt-Elf, die von Anfang an mit beherztem Einsatz den Sieg suchte.

Nur eines beunruhigte die Fans. Die Mannschaft machte fast durchgehend das Spiel, rannte, kämpfte, spielte nach vorne, führte aber nur mit 1:0. Jeder Fussballfan weiss, es ist das perfekte Rezept um sich ermüdet gegen Spielschluss das unverdiente Ausgleichstor einzufangen.

Diese gefährliche Zeit kam. Die letzten zehn Minuten gehörten nach Chancen den Glarnern und ihren Kontern. Brandgefährlich war diese Phase. Einen Pfostentreffer hörte man bis in den letzten Winkel des Hafenareals, totenstill wurde es in diesem Moment.

Nach 90 Minuten plus Nachspielzeit sah man überall lächelnde Gesichter, manche reckten gar den FCK-Schal in den Abendhimmel. Der erste Sieg unter Vlado Nogic. Balsam für die Spieler. Es klappt noch mit dem Siegen.

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FCK statt Catanzaro und Bodensee-TV statt Rai uno hiess es für Michele nach 22-Stundenfahrt aus Kalabrien.

MMM

Zugabe: Züri West / hütt hei sie wieder mau gwunne

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Eine Antwort zu Erster Sieg unter Vlado Nogic

  1. Bruno Neidhart schreibt:

    Vlado Nogic konnte also doch noch mindesten 11 FCK-ler aufbieten. Das sport-fan-Interview sprach eher dagegen. Und wir haben sogar gewonnen! Doch für einmal muss ich mich entschuldigen, das Spiel nicht im Original konsumiert zu haben. Dazu waren die Wetterumstände einfach zu garstig. Im Hintergrund hörte ich schon meinen Hausarzt: „Habe ich ihnen doch gesagt“! Das war schlussendlich nach langem Zögern wohl das out. Erfreulicher, dass Grün-Weiss – sogar ohne mich (!) – wieder mal gewonnen hat. Reifen bereits Vlasdo’s Früchte? Es ist ja erst Frühling! Wie dem auch sei. Es wurde mutig gekämpft. Prima.
    Die letzten 10 Minuten gehörtem allerdings dem Gast, lese ich. Und so befasse ich mich eben mal näher mit diesem Gast aus einem Kanton, in dem 1782 die letzte „Hexe“ der Schweiz verbrannt wurde. Der spätere Tell-Fan Friedrich Schiller war zu der Zeit übrigens bereits 23 Jahre alt!
    Fussball Linth 04 ist bekanntlich ein Zusammenschluss der beiden FC’s von Niederurnen und Näfels. Und da hier die Linth fliesst, war die Namensgebung wohl ziemlich klar. Das mit 04 hat allerdings so seine Tücken. Die bekanntere fussballerische 04-Nummer aus Gelsenkirchen war bei der Linth-Gründung bereits 100 Jahre alt! Linth ist also jung. Hat auch was. A propos Näfels: Da war doch was! Im Geschichts- und Geografieunterricht belegte das Auswendiglernen der verschiedenen Schlacht-Jahreszahlen – die Helveter waren ein streitbares Volk! – so ziemlich den wichtigsten Platz. Dazu kamen noch die 7 Churfirsten – auswendig von links nach rechts, genauer: von der Obertoggenburgerseite her gesehen, also angefangen beim Chäserugg! Wirklich ausserschulisch konzentrierte ich mich zusätzlich noch auf die damalige Schweizer Fussball-Nationalmannschaft. Die 14 Mannen weiss ich bis heute. Auch mein Bruder – ehemals FCK-Altherrentorwart – ist noch auf der gleichen Höhe! Doch zurück zu Näfels: 1388 ging es dort vereint siegreich gegen die Habsburger (das Geschlecht stammte übrigens ursprünglich aus dem Aargau!). Und just im selben Jahr, also 1388, begann man mit dem Bau des Kaufhauses am Konstanz Hafen – heute „Konzil“ genannt. Konstanz, in Sichtweite der FCK-Arena, gehörte übrigens mal zu Vorderösterreich, dem zusammenfassenden Begriff früherer Gebietsbestandsteile der Habsburger. Und was hat das alles mit Fussball zu tun, mit der 1:0-Niederlage der Glarner? Nun: Kann man darin vielleicht eine späte Rache der Habsburger erkennen? Ich weiss es nicht. Eher nicht. Eines ist jedoch viel sicherer: Hätte 1807 ein Herr Escher das Linthgewässer zwischen Walen- und Zürichsee nicht korrigiert, stünde der FC-Platz in Niederurnen heute noch ziemlich regelmässig versumpft unter Wasser. Allerdings kickten damals wohl noch keine 04er im politisch heute Glarus Nord genannten Kantonsteil. Dazu gibt es, als zweite politische Einheit, den Kantonsteil Süd. Sparsam. Hinten kommen nur noch Gletscher. Die sind zwar geschrumpft. Doch dort war es gestern sicher immer noch so kalt, wie auf Klein Venedig für die mutigen 120. Doch es werden wieder bessere Tage kommen, wettermässig – und besonders allgemein fussballmässig! Wäre doch verhext.

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