Blog gegen Rüti….

…wegen Grippe geschlossen. Nächsten Samstag wieder, 17.00 Uhr Stadion Bergholz in Wil.

göttingen

Dieser Beitrag wurde unter Uncategorized veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

5 Antworten zu Blog gegen Rüti….

  1. Bruno Neidhart schreibt:

    Gute Besserung! Hoffe, dass mein Kommentar nicht zu einer Verlängerung der Grippe führt……!
    Zum Match selbst: Rüti trat im auffallenden Sonnenschirm-Rot-Gelb des FCK-Bier-Werbepartners und Donators an – und mit Edison Syla! Zum Glück jedoch nicht auch noch mit seinem Bruder Taulant. Die beiden Rütimer zusammen schossen bis jetzt fast gleich viele Tore, wie die gesamte Kreuzlinger Elf (oder die Fünfundzwanzig). Einfach enorm. „Hinten“ jedoch zeigen die Zürcheroberländer tabellarisch Schwächen, die das FCK-Aufgebot aber diesmal in keiner Weise zu nutzen verstand.

    Doch zurück zu Edison: Es war auffallend, wie dieser Spieler den Raum als wesentliches Element des Fussballs interpretiert. Er stand nicht nur jederzeit anspielbar im Raum, sondern öffnete regelmässig den Raum für seine Mitspieler, die er passgenau gefährlich ins Szene setzte. Seine Flexibilität und Technik erlaubte es ihm zudem, bei Gelegenheit selbst in den freien Raum vorzustossen, den Gegner zu düpieren. Da kann man ihm auch die Lockerheit nicht übel nehmen, mit der er zum Spielende einige 100-prozentige „versiebte“. Die Partie hätte gut und gerne 5 oder 6 zu 0 – oder etwas tröstend – zu 1 enden können. Und dazu trug Edison rütiseits wesentlich bei.

    Was war mit dem FCK los? Es mag schon sein, dass eine „Englische Woche“, zumal bei bestehenden Aufstellungssorgen, sich eher negativ auf Muskeln und Geist von Amateursportlern legt. Doch das FCK-Spiel ist eben, bei aller Anstrengung, seit Langem in der Zielsetzung, final in den gefährlichen Raum vorm gegnerischen Tor einzudringen, zu kompliziert, zu langsam, zu fehleranfällig, zu oft ohne den berühmten „tödlichen Pass“, wie es Rüti vormachte. So wird dem Gegner Zeit gegeben – dies ist absolutes Fussballlatein – , sich hinten zu formieren. Selbst einer nicht sehr sattelfesten gegnerischen Hintermannschaft gelang das am Samstag. Und dann, gegen Ende der Partie, als direkter in den freien Rau gespielt wurde, kam der FCK doch noch zu Chancen. Aber da hatte Edison und Rüti thematisch bereits abgeschlossen. Den Rest erledigte samstags ihr tüchtiger Torwart, was insofern erstaunt, da – wie eingangs erwähnt – die Zürcher hinten torstatistisch keineswegs brillieren.

    Und das Positive für den FCK? Nun, in dieser Spielklasse geht bei allen Mannschaften vieles drunter und drüber, vieles wirkt zufällig, Wochenende für Wochenende. Das zeigen die Resultate. Schweizweit ist derzeit in der 2. IR nur eine Mannschaft „top“ und unangefochten: Der (abgetauchte und wieder aufstehende) AC Bellinzona. In unseren Breitengraden könnte man auch noch Seefeld nennen, quasi, wie ich mal las, ein „Zürcher Auffangbecken für Spieler aus höherwertigem Fussballgeschehen“ – ziemlich zuschauerlos allerdings.

    Um in der 2. Liga IR zu brillieren, Ambitionen zu zeigen, bräuchte es ein Spielergerippe, das nicht jede Saison zur Sorge eines Trainers neu aufgebaut werden müsste, höchstens etwas rund zu erneuern wäre, um den Standard gezielt weiter zu verbessern. Das ist im Amateurbereich selbstverständlich ein gewaltiger Anspruch und einfacher zu beschreiben, als zu verwirklichen. Es zeigt sich zudem gefährlich-verführerisch, dass man auch ohne erklärten Anspruch mal gelegentlich oben an die Tabelle gespült werden kann. Ob das auf Dauer ausreicht? Die Angst, offen ein Saisonziel (….und so weiter!) genauer zu definieren, ist im Fussball bis in die höchsten Ligen allerdings markant (mit wenigen Ausnahmen). Klubintern mögen ganz andere, gezieltere Gedanken herrschen. Aber outen möchte man sich doch nicht zu sehr aus Angst, letztlich in einer Sackgasse zu enden. Es geht hier um „Anspruch und Wirklichkeit“. Keine leichte Aufgabe. Aber ohne Anspruch entsteht eben auch keine wirkliche Animation für Spieler und Zuschauer. Das Saisonende bietet dann wieder genügend Raum für Reflexionen über Lorbeeren – oder nicht – und über die nächste Saison, über Anspruch und Wirklichkeit: Für ein neu zu definierendes Ziel!

  2. Vielen Dank für die Genesungswünsche und die treffliche Analyse. Die fehlende Offenheit bei den Saisonzielen macht die Liga sicher nicht attraktiver, offiziell winken fast alle beim Thema 1. Liga ab, hinter den Kabinentüren wird es sich anders anhören. Überhaupt, wo findet man vor Meisterschaftsstart etwas zu den Zielen der Vereine? Einen Liga-Überblick? Genau, nirgends. Wie es gehen könnte, zeigt der Rheintaler mit seiner Saisonvorschau:
    https://rheintaler.ch/uploads/1/14.08.15+Fussball+im+Rheintal.compressed.pdf

  3. Bruno Neidhart schreibt:

    Noch vergessen zu erwähnen: Das hübsche Bild mit dem bettlägerigen Fan im Stadion! Ob sich der Patient nach dem Spiel wohler fühlte? Nach einem Sieg seiner Mannschaft sicher. Anders herum würde das Fieber durch tatkräftiges (heiseres!) Mitfiebern wohl wieder ansteigen! Den „Rheintaler“ habe ich inzwischen konsultiert, soweit es Widnau und St. Margrethen betrifft, also die Ligakonkurrenten vom FCK. Insgesamt ist die Vorschau des „Rheintalers“ eine bemerkenswerte Publikation zum Saisonbeginn und berücksichtig alle Vereine. Bringt schon was für das regionale und interregionale Fussballinteresse.
    Um nun näher auf Widnau und St. Margrehthen einzugehen: Die Publikation trägt das Datum vom 14. August 2015. Heute schreiben wir den 10. Mai 2016 und 22 Partien sind gespielt. Bis jetzt liegt die Prognose der Sankt Margrethener einiges besser, waren doch die Ambitionen zurückhaltend (so Platz 10, quasi Ligaerhalt). Der Klub steht zwar momentan noch am Strich. Aber mit einer Punktezahl mit Luft nach oben, wenn ich meine persönliche Recheneinheit zugrunde lege, was Abstieg oder Aufstieg als Mindestpunktezahl (relativ!) betrifft. Das bedeutet: Zum Nichtabstieg mindesten einen Punkt im Schnitt pro Spiel (derzeit 22 Spiele absolviert, St. Margrethen 23 Punkte). Und Seefeld als ziemlich sicherer Aufsteiger 22 Spiele und schon deutlich über 44 Punkte, also mehr als zwei Punkte im Schnitt pro Spiel für fussballerische Ambitionen nach oben!
    Nun, der FC Widnau hat sich die Saison lesbar anders vorgestellt – bis jetzt. Man wollte dieses Jahr unter die ersten drei kommen, um schon mal an der ersten Liga zu schnuppern. Erfreulich ist hier, dass der Klub wenig Abgänge verzeichnete, zudem auch ziemlich potent – auf dem Papier! – „einkaufte“ ( wenn man das bei Amateuren so sagen darf!). Eigentlich gute Voraussetzungen für eine glückliche Saison. Das muss nun in den restlichen vier Partien noch bestätigt werden, auch wenn es unter die ersten drei nicht reichen dürfte. Und trotzdem kann das für 15/16 vorgegebenen Saisonziel auch für 16/17 gelten. Ein Ziel vorgeben und sich daran zu messen macht wirklich Sinn.
    Am unteren Strich wird es übrigens noch für einige Mannschaften dramatisch werden, wie es derzeit aussieht. Das muss man Spielern und Trainern der beiden Reinthaler 2. IR-Ligisten allerdings nicht erklären – dafür viel Erfolg im Endspurt wünschen!

  4. Interessant ist auch die junge Frau an seiner Seite, hatte sie sich den Nachmittag so vorgestellt? Das Bild zeigt Fans des 1. SC Göttingen im Heimspiel gegen den FC St. Pauli. Die Fans von Göttingen sind in ihrem sozialen Engagement beispielhaft und haben in diesem Jahr den Julius-Hirsch-Preis des DFB gewonnen. Aus ihren Reihen kommen auch so tolle Magazine wie „Der schlafende Riese“ oder „Zeitspiel“. Der Verein selbst legte dagegen einen fast beispiellosen Niedergang hin. Viele Traditionsvereine sind tief gefallen, doch Göttingens Absturz von der 2. Bundesliga in die Bezirksliga, sprich in den Freizeitfussball, ist schon eine Hausnummer. Den Abstieg von der Landes- in die Bezirksliga schafften die Göttinger übrigens letztes Wochenende.

  5. Bruno Neidhart schreibt:

    Es hat sich fast zu einer Tradition entwickelt, dass klassische deutsche Uni-Städte fussballerisch nicht brillieren können. Genannt seien beispielsweise Heidelberg, Tübingen, Marburg – und eben auch Göttingen (wobei die 05er, wie ich mich erinnere, einmal doch eine ordentliche Nummer waren). Dagegen ist der (intellektuellere?) Basketball in Uni-Städten beliebt und erfolgreich. Eigentlich müssten fussballerisch doch die Universitätsstätter mindestens im „Kopf-Ball“ Bemerkenswertes leisten können! Und so trösten wir uns denn mit Freiburg im Breisgau, Darmstadt, Münster und anderen Städten, die allesamt erfolgreiche Unis plus Fussballer in ihren Mauern haben. Und was ist mit Konstanz? – dazu vielleicht später! Und ich hoffe inbrünstig hochschulmässig, dass die PHTG in Kreuzlingen auf Dauer kein schlechtes Omen für den FCK bedeutet!

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s