Binsenweisheiten im Amateurfussball

Die ersten zwei Spieltage haben im Amateurfussball wenig Aussagekraft. Je tiefer die Liga, desto mehr stimmt diese Binsenweisheit. Ferien, kaum Testspiele, wenig Trainings, offenes Transferfenster, erst nach ein paar Spieltagen pendelt sich die wahre Stärke der Mannschaften ein. Das sich beim FCK nach zwei Startniederlagen Unruhe breit macht wie früher bei Schalke 04 ist auch nichts neues. Der 3:0-Sieg über einen schwachen FC St. Margrethen wirkte da beruhigend. Vlado Nogic könnte jetzt alles relativieren, aber als Fan neigt man selten zum relativen. Hier die besten Szenen:

Je tiefer die Liga, je niedriger das Leistungsniveau, desto höher die Resultate. Auch das kennt jeder im Amateurfussball. Zu reden gab an diesem Spieltag besonders der 6:1-Sieg vom FC Linth 04 über den heiss gehandelten Aufstiegskandidaten FC Frauenfeld. Bei Linth spielt in der Innenverteidigung mit dem 33-jährigen David Bystron ein tschechischer (Ex-?)Profi mit diversen Landesmeister-Titeln und Champions-League-Einsätzen gegen den FC Barcelona und AC Mailand. Will man den Weg des FC Weesen gehen? Der 2.-Liga-Verein vom Walensee hielt sich letzte Saison vier tschechische und einen slowakischen Ex-Profi, der ersehnte Aufstieg gelang auch damit nicht. Taugt das auch zur Binsenweisheit?

Vom Kreuzlinger Hafenareal ins Münsterlinger Hafenfeld. Auch unsere 2. Mannschaft bestimmte das Spielgeschehen eindrücklich. Endresultat 5:1 vor 100 Zuschauern. Eine schöne Abendatmosphäre beim 4.-Liga-Spiel am Bodenseeufer machte den Spieltag perfekt.

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Nächster Halt für die 1. Mannschaft, Schützenwiese Rüti. Heimat der Syla-Brüder. Unsere Liga hat wohl nie eine unberechenbarere Mannschaft als diese gesehen. Vlado Nogic wird es wissen.

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Eine Antwort zu Binsenweisheiten im Amateurfussball

  1. Bruno Neidhart schreibt:

    Gewinn eine Mannschaft zwei Spiele hintereinander, ist sie mitten im Peloton angelangt. Vorne fährt ein erster Spitzenreiter. Und hinten gibt es die eher noch zufälligen Nachzügler zwischen Pech und Realität. Es ist Saisonbeginn! Spreu und Weizen? Erst bedingt trennbar. Nun kommt jedoch vehement der Blütenansatz: Auch der FCK hat sich weiter zu festigen. Ziemlich abgegriffene Feststellung – wohl war. Nur mathematisch stimmt sie eben: Punkte, welche man ab jetzt „verbröselt“, fehlen zum Saisonende. Das mag in etwa bedeuten, dass unter den Nachzüglern stets Mannschaften sind, bei denen die Sonne etwas später aufgeht und allfällige Überheblichkeiten bestraft werden. Und Spitzenreiter sind durchaus zu knacken, wenn sich eine Mannschaft im Bewusstsein sich gefunden zu haben, noch athletischer in Szene zu setzen weiss. Beim FCK hat es in den vergangenen Jahren eher selten bei der individuellen Technik gehappert. Schon eher beim Stellungsspiel, in der Passungenauigkeit und im Zweikampfverhalten, sowie am Zielwasser, was alles durchaus mit „Athletik“ teilserklärt werden könnte. Allerdings mit Betonung auf „könnte“! Als Beobachter hat man stets ein ganzes Arsenal bereits, wie Fussball funktioniert. Es ist dies der bescheidene Versuch, schreibend pass- und zielgenau nach vorne zu stürmen. Nur der Rasen fehlt. Das macht bei allem aufmunternden Anregen dann doch wieder sehr bescheiden. Fussball ist vielleicht doch etwas komplizierter. Der Trainer weiss es. Rüti liegt übrigens im schönen Zürcher Oberland und ist eine Reise wert!

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