Die 97. Minute in Freienbach

Letzte Woche hatte ich auf ein dramatisches Spiel gegen Freienbach getippt. Das wurde es auch. Ich stand gerade am nördlichsten Punkt der Schweiz, am Zollamt Altdorf SH, als mich die Meldung vom 2:2 in der 97. Minute ereilte. Während Frau und Kind fröhlich ins hügelige Reiat guckten, widerfuhr mir ein kleiner Schlag in die Magengrube. Nächster Halt: Samstag, 1. April um 16.30 Uhr: FCK vs. Chur 97.

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3 Antworten zu Die 97. Minute in Freienbach

  1. Bruno Neidhart schreibt:

    Ein Fussballspiel lässt Herzen höher schlagen. Schön! Wobei allerdings noch zwischen Freude und Frust zu unterscheiden wäre! Letzteres kann die Fussballregel 7 betreffen. Sie besagt: „Die nachzuspielende Zeit liegt im Ermessen des Schiedsrichters“. Somit auch dann, wenn einem nach 90 Minuten jede zusätzliche Minute gefühlte 120 Sekunden als „ermessene Zeit“ vorkommt. Es ist tatsächlich ein Phänomen, dass just in wenigen Endminuten entscheidende Dinge auf einem Fussballplatz passieren können. Und ich meine, es ist besonders ein Phänomen der neueren fussballerischen Zeitrechnung. Darin gibt es wahre Meister (so die Meisterkicker aus München). Manchmal scheint es, als dass diese an Dramatik kaum zu überbietende End-Inszenierung dem Verband vermarktungsmässig gelegen kommt, wird darüber doch oft mehr berichtet, als über die „echten“ 90 Minuten vorher. So was mutiert dann sportjournalistisch rasch zu einem fussballerischen Event, besonders wenn sich der vorgängige Fussball so träge vor sich hin schlich. Letzteres war allerdings in Freienbach nicht der Fall. Der FCK überzeugte, wird berichtet, war auf längerer Strecke die bessere Mannschaft. Da schlägt das Herz dann doch positiv höher.
    Gegen die Regel 7 ist also nichts auszusetzen. Andererseits gibt es Regeln, die ständig übertreten werden und selten dagegen eingegriffen wird (persönliche Feststellung!). Bei Regel 15 etwa, über das „Einwerfen“, heisst es eigentlich klippt und klar, dass dort eingeworfen werden muss, wo der Ball die seitliche Spielfeldlinie vollständig überschritt. Und was sehen wir? Laufend klares Meterschinden. Eine Schande! Liegt hier vielleicht auch etwas – wie bei der nachzuspielenden Zeit – „im Ermessen des Schiedsrichters“? Ist auch egal. Vielleicht hat hier bewusst ein ungeahndetes Nachsehen auch mit einem anzustrebenden Spielfluss zu tun. So heisst es denn fast poetisch zu Beginn der Regel 15: „Der Einwurf ist eine Spielfortsetzung“. Ein fantastischer Satz.

  2. Das Foto hat übrigens eine kleine Geschichte. Ein FCK-Fan zeigte dieses kurz vor Spielschluss den Freienbachern: „beim nächsten Spiel in Kreuzlingen könnt ihr das Foto im Clubhaus bewundern!“. Kurz darauf fielen die zwei Tore und es wurde natürlich der Spruch des Tages. Der FCK-Fan weiter: „der Freienbach-Präsi hat mir gefühlt noch gewunken als ich bereits auf dem Ricken war…“

    • Bruno Neidhart schreibt:

      Eine fotografisch lustige Begebenheit! Dazu gehört noch eine Aufnahme mit den darauffolgenden Minuten und dem fixierten Endresultat der Partie, um in die Clubgeschichte einzugehen.
      Weniger lustig ist die „Englische Woche“ (Freienbach-Zofingen-Chur). Für Amateure ein ziemlicher Stress. Um zu reüssieren braucht es ein gehöriges Potential auf der Reservebank. Hoffentlich vorhanden!

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