Es war einmal vor einer langen Zeit, Kreuzlingen 1946

Flugaufnahme von 1946. Das Grenzland-Stadion an der Konstanzerstrasse ist zu finden (unteres drittel in der Mitte), dahinter die Seifenfabrik Schuler (Schornstein) und mitten in der Stadt der Bellevue-Park. Ein langer Steg führte zur Badeanstalt im See. Gibt es heute alles nicht mehr.

Foto: Urs Lang, Kreuzlingen

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2 Antworten zu Es war einmal vor einer langen Zeit, Kreuzlingen 1946

  1. Bruno Neidhart schreibt:

    Eine sehr interessante Aufnahme von Urs Lang. Danke! Bemerkenswert ist hier das mehr oder weniger natürliche Bodenseeufer zwischen Bottighofen und dem Hafen Kreuzlingen. Und der damals noch private Seeburgpark ist in seiner historischen Dimension und Ausstattung gut erkennbar. Die „Auffülleritis“, die hier erst im Bereich Klein Venedig angedeutet erscheint, begann in einer Zeit, in der das Seewasser durch eine üppige Düngemittel- und Waschmittelzufuhr biologisch „zu kippen“ drohte und besonders die Böden der Flachwasserzonen beeiflusste. Wobei danach gleichzeitig der Bauboom einsetzte, deren „Macher“ – nebenbei – wohl froh waren, „ihren Dreck und Schutt“ gleich im See abladen zu können! Und so musste selbst freitzeitsportlich „Kultiges“, wie die überaus beliebte Seebadeanstalt, der Neuzeit weichen. Das Seeufer gleicht heute auf vielen Strecken entsprechend eher einem künstlichen Baggerseeufer. Übrigens: Der Bademeister der „Seebadi“ hatte im Winter jeweils sein Arbeitsgebiet ins grossen Eis-Döbeli-Areal verlegt, das unten links erscheint (Es gab damals eben „echte Winter“!). Man erkennt sogar noch die Lichtmasten im Feld. Das Aufwärmehaus (mit Glühwein!) ist nicht mehr sichtbar. Dagegen im Eingangsbereich zum nahen „Grenzlandstadion“ an der Konstanzerstrasse (leicht recht oberhalb des „Istöbeli“) der kleine Kiosk, wo es allerhand Süssigkeiten zu kaufen gab (neben Stumpen für die älteren FCK-Fans!). Dieser heute überbaute Fleck wird ewig mit den gloriosen Tagen des FCK’s Mitte-30er-Jahre verbunden bleiben (wie wärs dort mit einer kleinen Erinnerungstafel?).
    Der Bellevue-Park (er liegt eher am nördlichen Rande der Stadt) ist noch in seiner Ganzheit als „grüne Lunge“ vorhanden. Und in der Stadtmitte, vor der Klosterkirche, fällt die grosse, freigehaltene Fläche auf! Insider erkennen sogar – kurz links unterhalb der Klosterkirche – den damals berühmten Turnsportplatz mit der Leichtathletik-Aschenbahn (heute Bereich der Pädagogischen Hochschule).
    Schliesslich wäre noch zu erwähnen, dass Kreuzlingen just ein Jahr nach dieser Aufnahme die 10’000-er Einwohnergrenze überschritt und offiziell zur Stadt erklärt wurde. Heute tummeln sich in seinen Grenzen bald 22’000! Zusammen mit den Nachbarn Tägerwilen und Bottighofen sind es dann bereits rund 30’000. Und gemeinsam mit Konstanz (83’000), blüht hier sogar eine veritable Großstadt am See!

  2. Das mit der Erinnerungstafel hab ich mir notiert, könnte ein künftiges Projekt werden 😉

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