Jouke Fabers 90 quälende Minuten am Bodensee

Lustig wurde es am Trainertalk im Clubbeizli. Jouke Faber, holländischer Trainer von Chur 97, redete und redete – von Fehlentscheidungen, verlorenen Stammkräften, von Geld am Bodensee, dass seine Spieler keine einzige Torchance gehabt hätten aber dennoch auf Zeit spielten – der alltägliche Wahnsinn in der 2. Liga Interregional. Da hatte Walter Studer gerade seine erste Frage gestellt, es war der herrlich-amüsante Abschluss eines locker herausgespielten 3:0-Siegs der Grün-Weissen. Auch der Churer Defensivspieler und ehemalige Champions-League-Spieler Pavel Pergl (Sparta Prag, Dynamo Dresden) konnte am Einbahnfussball nichts ändern.

Zuvor wurden bei drei Hochkarätern der 2. Liga Interregional dicke Ausrufezeichen gesetzt (Kosova, Freienbach, Zofingen). Der FCK-Express sorgt für gute Laune, stutzt den Gruppenfavoriten die Flügel und zieht in die 3. Qualifikationsrunde des Schweizer Cups ein. Was für ein Rückrundenauftakt!

Nur die Kreuzlinger müssen es noch merken. 205 Zuschauer kamen zum Chur-Spiel, die Spiellaune der Ortancioglu-Truppe muss sich noch herumsprechen.

Nächster Halt: Samstag, 8. April 2017 um 16.00 Uhr in St. Margrethen, Rheinau

Jouke Faber (Ex-SV Meppen) und sein Assistent – 90 quälende Minuten am Bodensee

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Eine Antwort zu Jouke Fabers 90 quälende Minuten am Bodensee

  1. Bruno Neidhart schreibt:

    Grün-Weiss hat derzeit, wie man zu sagen pflegt, „einen Lauf“. Warum das so ist, bleibt vorerst ungeklärt: Ist es der neue Trainer mit modernen System-und Taktikgedanken? Ist es das zufällige Zusammentreffen von Spielern, die einfach gut zueinander „passen“ und Trainergedanken gemeinsam aufzunehmen und umzusetzen verstehen? Ist es die Kameradschaft innerhalb der Mannschaft, welche das Ganze schliesslich zum laufen bringt? Oder ist es etwas anderes – mal ganz abgesehen, sich persönlich körperlich und mental zielgerichtet in Form zu bringen? Fragen über Fragen. Tatsache ist, dass wieder Spielfreude zu herrschen scheint. Ohne Freude am Fussball als Mannschaftssport sind solche Resultate grundsätzlich nicht zu erreichen.
    Andererseits berichtet sport-fan.ch, dass gegen Chur viele so genannte „Hundertprozentige“ ausgelassen wurden. Und das ist im Kern, bei aller Euphorie, durchaus zu erwähnen. Der FCK hat fast ein Übermass von qualifizierten Torhungrigen in seinen Reihen. Sogar nicht nur stürmende. Nun, man sollte aber nicht untertreiben: es wurden ja Tore geschossen in den vergangenen vier Spielen. Schöne 9 an der Zahl, wenn ich richtig addiert habe. Das ist durchaus eine ordentliche Bilanz. Ob man die versiebten Hundertprozentigen, also eine „mentale und körperlich 100-prozentige Übereinstimmung im entscheidenden Moment der Aktion“ antrainieren kann, weiss ich nicht. Ich nehme mal an, dass noch ganz andere Faktoren eine Rolle spielen könnten. Nicht zuletzt das Glück des Augenblicks. Was das sein soll, weiss ich allerdings auch nicht! Vielleicht einfach nur: „Fussball“.
    Und so ist denn die Spannung gross, was in den kommenden Spielen auf die Zuschauer, von denen durchaus noch deutlich mehr das Fanionteam unterstützen sollten (!), zukommt. Vielleicht erscheinen einfach dann noch mehr am Spiel Interessierte – die „Fussballverrückten“ sind sowieso immer da! -, wenn ihnen ein hundertprotzentiger Parkplatz nahe der FCK-Arena versprochen wird. Mit Einweisung der ankommenden Fahrzeuge (an der Frontscheibe eine FCK-Vignette)! Denn das Parkereigewirr auf Klein Venedig ist besonders an Samstagen schon ganz nervig. Und bei Regen? Bei brennender Sonne? Das ist dann noch eine ganz andere Baustelle. Wobei einige Bilder zum gestrigen Spiel – allerdings noch etwas zaghaft – Zeltdachähnliches aufscheinen lassen. Geht da vielleicht was? Dies hängt wohl auch mit einer auf Dauer verlässlichen hohen Performance des Teams ab. Viele sind gefordert, Kreuzlingen in Sachen Fussball zukünftig wieder besser zu positionieren: das Team, eine stadtadäquate Menge Zuschauer – und nicht zuletzt auch die Stadt! Hier auch mal ein Dank an Ausrüster und Sponsoren und an alle, die sich um den Kub bemühen. Ohne sie sind höhere Ziele nicht zu erreichen. Auch im modernen Amateurbereich nicht.

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