Norman Smith

Willkommen im vielleicht kleinsten Fanblock der Schweiz – dem Norman-Smith-Stand.

„Fussballgeschichte ist immer mit einer Örtlichkeit verbunden, wo sich „Dramen“ und „Erfolge“ abwechseln, um dann auch Teil einer Stadtgeschichte zu werden. Das muss man wieder begreifen in Kreuzlingen.“  Zitat eines weisen FCK-Beobachters

Zu Beginn der 30er-Jahre gelangen dem FC Kreuzlingen drei aufeinanderfolgende Aufstiege bis in die Nationalliga. Spielertrainer zu dieser Zeit war der aus Newcastle stammende Fussballprofi Norman Smith. Nach englischer Tradition haben wir unserem erfolgreichsten Trainer einen eigenen kleinen „Stand“ im Hafenareal gewidmet. Nebst einem Porträt, welches damals als Zigaretten-Sammelbild veröffentlicht wurde, fand das alte FCK-Traditionslogo der 30er-Jahre, Platz auf der Bande.
Die Porteños freuen sich über Besuch im „Norman-Smith-Stand“ bei angeregter Unterhaltung über den kleinen und grossen Fussball! Termine findest Du an dieser Stelle: Meisterschaftsspiele FC Kreuzlingen

Norman Smith Stand Bande

Manager Stan Seymour Defender Brennan 1952

Norman Smith (Mitte) mit Star-Spieler Brennan und Manager Stan Seymour, 1952. Norman Smith war kein Arzt, der Trainerstab bei Newcastle trug damals weisse Kittel.

Norman Smith (15.12.1897 – 18.05.1978)

1924-1927 Huddersfield Town (Spieler), 1927-1930 Sheffield Wednesday (Spieler), 1930-1932 Queens Park Rangers (Spieler), 1932-1934 FC Kreuzlingen (Spielertrainer), 1934-1938 FC St. Gallen (Spielertrainer), 1939-1962 Newcastle United (Co-Trainer, 61/62 Trainer)

Gleich im ersten Jahr beim FC Kreuzlingen gelang unter Spielertrainer Norman Smith der Aufstieg in die zweithöchste Spielklasse und die Ostschweizer Meisterschaft, im Jahr darauf schliesslich der Schweizer Meistertitel der 1. Liga. Nach dem Aufstiegsverzicht des FC Kreuzlingen in die Nationalliga, wechselte Smith zum FC St. Gallen. Mit den Gallusstädtern gelang ihm bereits im ersten Jahr der Aufstieg in die Nationalliga. In der höchsten Schweizer Liga steigt Norman Smith mit den St. Gallern bereits in der zweiten Saison als Tabellenletzter wieder in die 1. Liga ab. In der Saison 37/38 kommt der FC St. Gallen unter Norman Smith in die Aufstiegsspiele, scheitert dort aber knapp am FC La-Chaux-de-Fonds. In diesen Jahren bleibt Norman Smith dem FCK verbunden und taucht immer wieder als Verstärkungsspieler in Freundschaftsspielen der Kreuzlinger auf. Vor Ausbruch des 2. Weltkrieges verlässt der ehemalige Kreuzlinger Erfolgstrainer auch den FC St. Gallen. Norman Smith kehrt zurück in seine Heimat und wird Assistenztrainer bei Newcastle United, dem Tabellenführer der Second Division. In den fünfziger Jahren hat er Anteil an den grossen Erfolgen von Newcastle mit drei FA-Cup-Siegen. Zur Saison 61/62 wurde Smith zum Chef-Trainer befördert, aufgrund des schlechten Abschneidens verlässt er diesen Poster aber nach kurzer Zeit. Norman Smith blieb bis zu seinem Tod 1978 bei Newcastle angestellt, er starb nach einem Heimspiel seiner „Magpies“ an einem Herzinfarkt auf dem Heimweg vom St. James-Stadion.

Newcastle-United@3.-logo-70's

Testimonial am 14. Oktober 1959 zu Ehren von Norman Smith

NU Titelblatt NU Seite 3 NU Seite 4

Zugabe, die einzigen bewegten Bilder von Norman Smith

http://www.britishpathe.com/video/famous-football-clubs-in-training-no-3-newcastle

SCHWEIZ FUSSBALL 2. LIGA INTERREGIONAL

2 Antworten zu Norman Smith

  1. Bruno Neidhart schreibt:

    In der Rückblende war es schon ein gewaltiger Meteorit, der fussballerisch in den frühen 30er Jahren des vergangenen Jahrhunderts im „Stadion an der Konstanzerstrasse“ einschlug. Warum es Norman Smith, der englische Huddersfield-, Sheffield- und QPS-Spieler ausgerechnet nach Kreuzlingen als Spieler und Trainer verschlug, weiss ich nicht genau. Es war eben so. Dabei hatte Kreuzlingen damals trotz der Eingemeindungen von Egelshofen, Emmishofen und Kurzrickenbach gerade mal einige Tausend Einwohner. Die 10’000er Prämierung zur Stadt erfolgte erst 1947 (heute als Hochschulstadt 22’000). Es ist wohl schon so, dass sich zu den Tausenden, die sich damals zu den wichtigsten Spielen zur Konstanzerstrasse hin bewegten, auch viele Konstanzer gesellten. Dies, obwohl bereits 1933 in der Nachbarstadt das Hissen der „Hakenkreuzfahne“ auf städtischen und staatlichen Gebäuden angeordnet wurde. Noch muss das Fussballinteresse allgemein mächtig gewesen sein und hat vielleicht dabei die Vorboten der kommenden Katastrophe etwas verdrängen können. Konstanz hatte zu dieser Zeit 36’000 Einwohner (heute als Universitätsstadt 83’000).
    1935 wurde schliesslich die „Bodensee-Kampfbahn“ am Konstanzer „Hörnle“ eingeweiht. 18’000 Zuschauer waren da. Der Sport hatte hier am See-Ende seine Position noch immer halten können, obwohl es fussballerisch auf Schweizer Seite nach dem Weggang von Normen Smith zum – glaube ich -ältesten Klub der Schweiz, dem FC St. Gallen, nicht mehr so erfolgreich weiter ging – oder gehen konnte.
    1940 wurde schliesslich die Grenze fast ganz geschlossen. Das fussballsportliche Interesse hatte sich jetzt vollends teilen müssen.
    Nach dem Krieg erlosch irgendwie die Selbstverständlichkeit, auch über die Grenze hinweg dorthin zu pilgern, wo durchaus wieder ordentlich erfolgreicher Fussball (oder auch anderer Sport) gezeigt wurde. Gewisse Barrieren waren leider – so schien es – kriegsbedingt geblieben. Ein kurzes Fenster tat sich dann auf, als in Konstanz plötzlich sowohl der FC, wie auch die DJK, in der Oberliga, der höchsten Amateurliga Baden-Württembergs spielten (jeweils lustvolles Stadtderby mit 3-4’000 Zuschauern). Es strömten damals auch Fussballenthusiasten jetzt mal aus der Gegenrichtung, also von Kreuzlingen her, zur Konstanzer „Kampfbahn“. Heute dümpelt die im Sprachgebrauch „Bodenseestadion“ genannte Arena vor sich hin und füllt sich nur noch leidlich bei „Rock am See“. Der Fusionsklub SC Konstanz-Wollmatingen spiel derweil im kleinen „Fürstenbergstadion“ im Westend.
    Auch wenn sich der Sport in den vergangenen Jahrzehnten diversifiziert hat, in dem nicht mehr der einstmals „allmächtige Fussball“ die Szene beherrscht, so ist in der Rückschau doch denkbar, dass sich auch im Fussball – und dies betrifft Kreuzlingen wie Konstanz – ein gehobeneres Interesse dann wieder einstellen könnte, wenn erfolgreich „auf einem gewissen Niveau“ gespielt wird (wie immer „Niveau“ zu interpretiert ist!). Ein „Norman Smith“ – gemeint ein anderer erfahrener „Gross-Insider der Szene“ – wird aber wohl in absehbarer Zeit kaum mehr am See auftauchen. Sein Vermächtnis fordert indes entsprechend auf, den Blick immer nach vorne zu richten. Das hatte damals „Norman“, der Englische Berufsspieler aus dem Mutterland des Fussballs bei seiner Ankunft in Kreuzlingen ebenso tun müssen, um für den FCK 1905 erfolgreich zu sein! Und so wird denn sein damaliges Wirken verdienstvoll vom „Portenos“-Fanclub in Ehren gehalten wird.

  2. Bruno Neidhart schreibt:

    (Das letzte „wird“ wurde soeben von „Norman“ weggeputzt!)

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